Erstmals auch Enten befallen
Vogelgrippe auf dem Vormarsch

In Thailand sind erstmals auch Enten mit der Vogelgrippe infiziert. In zwei Regionen wurde sogar der für Menschen gefährliche Virentyp H5N1 nachgewiesen, teilte die Regierung in Bangkok am Dienstag mit.

HB BANGKOG. Die Vogelgrippe breitet sich in Thailand weiter aus. Der Erreger wurde dort nun auch in Enten entdeckt. In Entenbeständen von mindestens zwei Provinzen sei der auch für Menschen gefährliche Virentyp H5N1 nachgewiesen worden, teilte Landwirtschaftsminister Somsak Thepsuthin am Dienstag in Bangkok mit. Der Erreger trete inzwischen in 7 der 76 Provinzen des Landes auf. Nach Angaben des thailändischen Amtes für Nutztiere wurden allein am Dienstag in der Provinz Angthong nördlich von Bangkok 3 000 Enten aus Angst vor einer Ausbreitung des Virus getötet, neben mehreren tausend Hühnern in drei weiteren Provinzen. Bereits in der vorigen Woche waren mindestens 10 000 Hühner notgeschlachtet worden.

Auch in China und Vietnam war die Vogelgrippe in den vergangenen Wochen erneut ausgebrochen. Nach jüngsten Laboruntersuchungen in China ist das Virus nicht wie befürchtet in eine gefährlichere Formen mutiert. Es gibt beim jüngsten Ausbruch der Vogelgrippe noch keine Berichte über erkrankte Menschen. Eine große, in der vergangenen Woche veröffentlichte Studie kam zu dem Schluss, dass der Virustyp H5N1 wahrscheinlich von Hausenten stammt, die in Südchina gehalten werden.

Zugvögel könnten das Virus in den vergangenen Jahren in mehrere Regionen Südostasiens eingeschleppt haben. Während das Virus bei Vögeln nicht unbedingt Erkrankungen hervorruft, endet eine Infektion beim Menschen tödlich. Durch das Virus waren im ersten Quartal dieses Jahres in Vietnam und Thailand mindestens 24 Menschen gestorben. Rund 100 Millionen Vögel - vor allem Geflügel - starben oder wurden vorsorglich getötet.

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