Erstmals seit fast 90 Jahren
Argentinier bejubeln Schneeflocken

Erstmals seit fast 90 Jahren hat es am Montag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires heftig geschneit. Tausende Menschen gingen auf die Straße, reagierten zum Teil fassungslos oder jubelten angesichts dieses ungewöhnlichen Naturschauspiels.

HB BUENOS AIRES. Busfahrer in der Millionenmetropole blieben einfach stehen, um gemeinsam mit ihren Fahrgästen Schneeflocken mit der Hand aufzufangen, Passanten standen mitten auf den Straßen und starrten in den Himmel und Kinder hüpften aufgeregt auf den Straßen umher. Wer einen Fotoapparat dabei hatte, versuchte schnell ein paar Schnappschüsse zu machen.

Der nasse Schnee fiel mehrere Stunden lang vom Himmel, blieb jedoch nicht liegen. Der letzte nennenswerte Schneefall wurde in Buenos Aires am 22. Juni 1918 registriert, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Allerdings gab es immer mal wieder Schnee- und Eisregen. Der diesjährige Winter in der südlichen Hemisphäre hat sich im Umkreis der argentinischen Hauptstadt zum kältesten seit 40 Jahren ausgeweitet, so dass bereits 23 Kältetote registriert wurden.

Das südliche Südamerika erlebt derzeit einen der kältesten Winter seit langem mit Temperaturen in Patagonien von weiter unter minus 20 Grad und heftigen Schneefällen in den Anden. Dutzende Menschen sind bereits der Kältewelle zum Opfer gefallen. Die meisten erstickten im Schlaf an den Abgasen defekter Holz- und Gasöfen. Mehrere Obdachlose starben an Unterkühlung. Die Industrie leidet vor allem in Argentinien an Energierationierungen, mit denen der höhere Verbrauch in den Wohnhäusern ausgeglichen werden soll.

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