Es besteht Fluchtgefahr
Entertainer Karsten Speck in Untersuchungshaft

Der Schauspieler und Entertainer Karsten Speck sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Der 44-Jähriage muss sich bereits seit Januar 2003 wegen Betruges vor Gericht verantworten. Offenbar sind neue Vorwürfe aufgetaucht.

HB DORTMUND. Das Dortmunder Landgericht verkündete ihm in nicht öffentlicher Sitzung den Haftbefehl, nachdem die Staatsanwaltschaft eine neue Anklage wegen Betruges erhoben hatte. Speck muss sich bereits seit Januar 2003 wegen Betruges vor Gericht verantworten. Nun sind weitere Vorwürfe aufgetaucht. Der Schauspieler soll unter Vortäuschung falscher Tatsachen bei mehreren Bekannten Geld geliehen haben, obwohl er wusste, dass er es nicht würde zurückzahlen können.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers handelt es sich bei den neuen Betrugsvorwürfen um Vorfälle aus dem Jahr 2000. Unter Vortäuschung eines lediglich kurzfristigen Liquiditätsengpasses soll Speck seine Freunde und Bekannten dazu gebracht haben, ihm beziehungsweise einem bereits zahlungsunfähigen Geschäftspartner hohe Geldsummen zu leihen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Schauspieler damit das Vermögen seiner Geldgeber gefährdet. Es sei nicht absehbar gewesen, ob und wann das Geld hätte zurückgezahlt werden können. Speck, der im Fernsehen zuletzt in der auf Rügen spielenden ZDF-Serie „Hallo Robbie!“ zu sehen war, sagte den Richtern jedoch am Donnerstag, diese privaten Kredite seien inzwischen wieder getilgt worden.

Das Landgericht stützte den Haftbefehl gegen den 44-Jährigen auf Fluchtgefahr angesichts der hohen Straferwartung. Zum einen sei der Schauspieler in dem bereits seit 2003 verhandelten Betrugsverfahren, in dem es um gescheiterte Bauprojekte geht, „dringend tatverdächtig“, so dass allein deshalb eine „deutlich über zwei Jahren liegende Freiheitsstrafe“ im Raum stehe. Eine mögliche Bestrafung wegen der neuen Betrugsvorwürfe müsse dann noch hinzugerechnet werden. Das Gericht geht nach eigenen Angaben davon aus, dass Speck gegen den Haftbefehl sofortige Beschwerde einlegen wird. Über diese müsste dann das Oberlandesgericht Hamm entscheiden.

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