Es herrscht das Chaos
Ukraine: Methangasexplosion in 970 Metern Tiefe

Die Katastrophe ereignete sich am Montagabend im Bergwerk Krasnolimanskaja im Donez-Becken, einem der größten Kohlenreviere Europas: Bei einer Grubengas-Explosion starben mindestens 25 Bergarbeiter. Elf Kumpel werden noch in der weit verzweigten Schachtanlage vermisst.

HB MOSKAU/KIEW. Zum Zeitpunkt der Explosion hatten sich insgesamt 46 Bergleute in dem betroffenen Streb in 545 Metern Tiefe aufgehalten. Zwölf Männern gelang es, sich aus eigener Kraft zu retten. Bergungsteams brachten die 24 bislang entdeckten Todesopfer an die Erdoberfläche.

Die Rettungsarbeiten werden von Feuer, hohen Gaskonzentrationen und Temperaturen von rund 50 Grad Celsius behindert, sagte Ministeriumssprecher Oleh Wenzhik. Ursache des Unglücks war eine Methangasexplosion in 970 Metern Tiefe. „Steine und Schutt erschweren unsere Arbeit unglaublich“, sagte ein Vertreter der Rettungskräfte. „Es herrscht ein totales Chaos dort unten.“ Mehr als 50 Teams suchten nach Toten und Verletzten.

Mehrere Mitglieder der ukrainischen Regierung reisten noch in Nacht zum Unglücks-Bergwerk. Am Morgen wurde auch der ukrainische Ministerpräsident Viktor Janukowitsch vor Ort erwartet. Auf dem Gelände des Bergwerks in der Stadt Rodinskoje, etwa 500 Kilometer östlich von Kiew, versammelten sich hunderte Angehörige der Bergleute. Dutzende Ambulanzfahrzeuge warteten auf einen Einsatz. Die ukrainische Regierung kündigte an, den Familien der getöteten oder vermissten Bergleute insgesamt 2,5 Millionen Griwna (umgerechnet 410  000 Euro) zu zahlen.

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