„Es ist zwar glatt, aber ruhig“
Wetter- und Verkehrslage wieder normalisiert

Die Wetter- und Verkehrslage hat sich nach dem Wintereinbruch am Wochenende in der Nacht zum Montag entspannt. „Es ist zwar glatt, aber ruhig“, sagte ein Polizeisprecher im Lagezentrum Nordrhein-Westfalen stellvertretend für die meisten anderen Bundesländer.

HB HAMBURG. Schneefall und Eisregen hatten aufgehört, und auch der Wind blies nicht mehr so kräftig wie am Vortag. Für den am Morgen einsetzenden Berufsverkehr rechneten die Einsatzkräfte mit nur geringen Behinderungen.

Einzig in Brandenburg staute sich der Verkehr am späten Sonntagabend auf mehreren Kilometern. Spiegelglatte Fahrbahnen hatten auf der Autobahn 13 nahe Mittenwalde (Kreis Dahme/Spreewald) zu mindestens neun Unfällen geführt, bei dreien wurden Menschen verletzt. Erst in den Morgenstunden begann der Verkehr wieder zu rollen. Auch auf der Autobahn neun nahe Beelitz (Kreis Potsdam-Mittelmark) gerieten Autos reihenweise ins Schleudern. Ein Lastwagen prallte gegen die Mittelleitplanke und kippte um.

In Bayern und Norddeutschland hingegen blieb es ruhig. Gerade dort war es auf schnee- und eisglatten Straßen zu schweren Unfällen gekommen. Mindestens fünf Menschen waren ums Leben gekommen. Allein in Oberbayern meldete die Polizei 100 Verkehrsunfälle. Meist seien die Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen. Auf der Autobahn acht hatte sich der Verkehr am Nachmittag zeitweise auf 45 Kilometern Länge gestaut.

„Die Räum- und Streudienste waren mittlerweile im Einsatz“, sagte ein Polizeisprecher in Augsburg. Zudem habe das Schneetreiben aufgehört, die Fahrbahnen trockneten. Bundesweit gingen die Beamten gleichzeitig davon aus, dass die Autofahrer mittlerweile gewarnt seien. „Wir rechnen damit, dass sich die Menschen auf das Wetter einstellen“, hieß es aus Mönchengladbach. „Sie fahren vorsichtig, weil sie wissen, dass es glatt ist.“

Daher würden auch im einsetzenden Berufsverkehr wenig Behinderungen erwartet. „Wir werden alle wesentlichen Straßen noch mal besprühen, und dann haben wir gute Karten“, sagte ein Polizeisprecher in Gießen.

Erneute Wetterkapriolen dürften zum Wochenauftakt ausbleiben: Der Montag starte mit lockerer oder geringer Bewölkung, teilte der Wetterdienst Meteomedia mit. Vielerorts werde die Sonne scheinen. Die Temperaturen stiegen auf 0 bis sechs Grad, nur im Süden dürfte es kälter werden. Dort würden Werte zwischen minus sechs und minus 1 Grad erwartet. Von Mittwoch an soll es dann wieder stürmisch und unbeständig werden.

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