ESC 2015

Schweden gewinnt den 60. Eurovision Song Contest

Der 60. Eurovision Song Contest hat einen Gewinner: Måns Zelmerlöw aus Schweden. Für Deutschland war der diesjährige Wettbewerb ein Desaster. Ann Sophie geht mit null Punkten aus dem Rennen - ebenso Gastgeber Österreich.
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Freudensprünge: Mans Zelmerlöw setzt sich im Finale gegen 26 Konkurrenten durch: Der Schwede gewinnt mit seinem Song "Heroes" den 60. Eurovision Song Contest. Quelle: dpa
Mans Zelmerlöw

Freudensprünge: Mans Zelmerlöw setzt sich im Finale gegen 26 Konkurrenten durch: Der Schwede gewinnt mit seinem Song "Heroes" den 60. Eurovision Song Contest.

(Foto: dpa)

WienMit der Pophymne „Heroes“ hat der Sänger Måns Zelmerlöw für Schweden den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Damit siegte das skandinavische Land zum sechsten Mal bei dem traditionsreichen Liederwettbewerb, den es seit 1956 gibt. Der Grand Prix wird somit 2016 wahrscheinlich in Stockholm ausgetragen, wenn sich das Siegerland für seine Hauptstadt entscheidet.

Deutschland holte in Wien mit dem Lied „Black Smoke“ von Ann Sophie null Punkte und teilte sich mit Gastgeber Österreich den letzten Platz.

Die Sängerin war im März als Zweitplatzierte beim deutschen Vorentscheid nachgerückt, nachdem der eigentliche Sieger Andreas Kümmert überraschend am Schluss der Show seinen Rückzug erklärt und Nein zum Voting der deutschen Zuschauer gesagt hatte.

Trotz einer Erkältung meisterte Ann Sophie ihren Auftritt mit der Startnummer 17 gegen 22.30 Uhr recht gut. Sie trat im hautengen Anzug auf, hinter ihr wurden Bilder von Rauch auf der Videoleinwand eingespielt.

Das sind die Finalisten
Slowenien
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Für Slowenien tritt das Ehepaar Marjetka und Aleš Vovk auf – besser bekannt als das Pop-Duo „Maraaya“. Mit ihrem Song „Here For You“ startet der diesjährige Contest.

Frankreich
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Für Frankreich geht die italienisch-französische Sängerin Lisa Angell ins Rennen. Mit ihrem Song „N’oubliez pas“, zu deutsch „Vergiss nicht“, konnte sie sich in der Vorauswahl durchsetzen.

Israel
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Geboren wurde er in Frankreich, beim diesjährigen ESC tritt er als Dritter jedoch für seine Wahlheimat Israel an: Der 16-jährige Nadav Guedj singt „Golden Boy“.

Estland
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Auch Estland schickt ein Duo nach Wien: Die estnische Sängerin Elina Born und der Sänger, Produzenten, Songwriter und Gitarristen Stig Rästa performen gemeinsam „Goodbye To Yesterday“.

Großbritannien
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Etwas kitschig wird’s auf dem fünften Startplatz: Der englische Beitrag „Still In Love With You“ wird vorgetragen vom britischen Electro-Swing-Duo „Electro Velvet“.

Armenien
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„Ahnenforschung“ heißt der armenische ESC-Beitrag „Genealogy“ übersetzt. Die Mitglieder kommen aus aller Welt: Äthiopien, USA, Japan, Frankreich und – Armenien. Auf Startplatz sechs performen sie „Face The Shadow“.

Litauen
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Mit Monika Linkyte und Vaidas Baumila geht auch für Litauen ein Duo ins Rennen – mit dem Song „This Time“.

27 Lieder konkurrierten beim großen Finale in der Wiener Stadthalle um den Sieg. Erstmals war auch Australien als Ehrengast eingeladen. Mit dem Sieg ist kein Geld, sondern nur eine Trophäe verbunden - außerdem die ESC-Austragung im Folgejahr.

Beim ESC 2014 hatte die bärtige Dragqueen Conchita Wurst mit der pompösen Popballade „Rise Like A Phoenix gewonnen, 2013 die Dänin Emmelie de Forest („Teardrops“).

Vergangenes Jahr war Deutschland mit dem Polka-Song „Is It Right“ auf Rang 18 gelandet, davor auf Platz 21. Die Bundesrepublik hat bislang zweimal gewonnen, 1982 mit Nicole („Ein bißchen Frieden“) und 2010 mit Lena („Satellite“).

Die ESC-Gewinnerin von 2014 aus Österreich moderierte mit anderen das große Finale des Wettbewerbs in der Wiener Stadthalle. Quelle: dpa
Conchita Wurst

Die ESC-Gewinnerin von 2014 aus Österreich moderierte mit anderen das große Finale des Wettbewerbs in der Wiener Stadthalle.

(Foto: dpa)

Die Show 2015 war im Vergleich zu einigen Ausgaben in Vorjahren eher klein gehalten, vor etwa 10.000 Zuschauern. Laut ORF kostete das ganze Spektakel etwa 25 Millionen Euro.

Mit einer spektakulären Licht- und Musikshow begann das gut dreistündige TV-Spektakel. Dragqueen Conchita Wurst schwebte bei der Show-Eröffnung, sang das Motto-Lied „Building Bridges“ (Brücken bauen). Auch die Moderatorinnen sangen.

Die Violinistin Lidia Baich erinnerte mit Tönen von Udo Jürgens' „Merci Chérie“ an den ersten österreichischen Grand-Prix-Sieg von 1966, was dann in das Siegerlied „Rise Like A Phoenix“ von 2014 überging.

Geschätzt etwa 100 Millionen Zuschauer verfolgten die Finalshow vor dem Bildschirm. Die drei Moderatorinnen Arabella Kiesbauer (46), Alice Tumler (36) und Mirja Weichselbraun (33) führten kühl-charmant durch die Show, blieben aber weniger lustig als etwa vor zwei Jahren in Schweden die Komikerin Petra Mede oder auch Anke Engelke 2011.

Vorjahressiegerin Conchita, hinter der der Sänger Tom Neuwirth (26) steckt, führte Interviews mit den Teilnehmern im sogenannten Green Room (Aufenthaltsbereich) und sang auch zwei neue Lieder. Insgesamt 40 Länder nahmen am ESC 2015 in der österreichischen Hauptstadt teil. 13 Teilnehmer schieden in den Halbfinals am Dienstag und Donnerstag aus, darunter Dänemark, die Niederlande und die Schweiz.

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