Ethiopian Airlines
Flugzeugentführung endet glimpflich in Genf

Ein Flugzeug auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom ist in Genf gelandet. Die Maschine war zur Kursänderung gezwungen worden, bestätigte die Airline. Die Passagiere sind in Sicherheit. Es gab eine Verhaftung.
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DüsseldorfEin äthiopisches Passagierflugzeug ist am frühen Montagmorgen entführt und zur Landung auf dem Flughafen Genf gezwungen worden. Der Luftpirat wurde kurz danach verhaftet, wie ein Flughafensprecher und die Schweizer Polizei bestätigten. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien wohlauf, teilte die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mit. „Die Situation ist unter Kontrolle“, sagte ein Polizeisprecher. Kein Passagier oder Mannschaftsmitglied sei verletzt worden.

Die Maschine von Ethiopian Airlines war auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom. Das Flugzeug mit der Kennung ET702 landete stattdessen um 6.05 Uhr in Genf, nachdem es etliche Schleifen über dem Flughafen gedreht hatte. Die Besatzung der betroffenen Maschine hatte Stunden vor der Landung in Genf das internationale Notsignal für Flugzeugentführungen gesendet.

Laut einer Mitteilung der Fluggesellschaft sei das Flugzeug zur Umleitung „gezwungen worden“.

Die Polizei eskortierte die Passagiere einzeln zu wartenden Fahrzeugen. Sie mussten ihre Hände über ihren Köpfen halten. Der Flughafen war vorübergehend geschlossen. Bereits am Vormittag wurde der Betrieb aber wieder aufgenommen.

Angestellte des Flughafens in Kairo sagten, der Pilot habe den Kontrollturm in Abu Simbel im Süden Ägyptens informiert, dass sein Flugzeug entführt worden sei. Der Pilot habe nicht darum gebeten, in Ägypten landen zu dürfen. Das Flugzeug sei in den libyschen Luftraum gelangt.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
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