EuGH-Urteil
Nur griechischer Käse darf Feta heißen

Deutsche, dänische und französische Käsehersteller müssen sich neue Namen für ihre Produkte ausdenken, wenn sie diese bisher unter der Bezeichnung Feta verkaufen: Auf Geheiß des Europäischen Gerichtshof ist dieser Käse Produzenten aus bestimmten Teilen Griechenlands vorbehalten.

HB LUXEMBURG. Der Europäische Gerichtshof wies am Dienstag in Luxemburg eine Klage Deutschlands und Dänemarks gegen den Schutz der Bezeichnung "Feta" für Käse aus bestimmten Regionen Griechenlands ab. Die EU-Kommission habe die Bezeichnung "Feta" zu Recht geschützt, urteilte das Gericht. Deutschland und Dänemark hatten dagegen erklärt, "Feta" sei nur eine allgemeine Bezeichnung für eine bestimmte Käsegattung, die auch in anderen Ländern hergestellt werden könne.

Das Gericht stellte jedoch fest, dass Feta-Käse in Griechenland auf eine ganz spezielle Weise auf dem Festland und der Region Lesbos hergestellt werde. Karge Weiden sorgten seit Jahrhunderten dafür, dass die Milch für den Käse nur von speziellen Schaf- und Ziegenherden komme, die sich Klimaschwankungen und einem kargen Futterangebot anpassen. Dadurch bekomme der Käse einen besonderen Geschmack und Geruch, urteilte das Gericht. Hinzu komme ein besonderes Produktionsverfahren.

Trotz einer substanziellen Herstellung der Käsesorte in Frankreich, Dänemark und Deutschland sind die Griechen doch weiterhin die größten Feta-Produzenten und -Konsumenten: 85 Prozent des Feta-Verbrauchs pro Person entfalle in der EU auf Griechenland.

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