Eurovision Song Contest
Aserbaidschan soll zum Song Contest Menschenrechte einhalten

Die Grundrechte sind die Ecksteine des Erfolgs des Eurovision Song Contest. Jetzt fordert die Europäische Rundfunkunion vom autoritär geführten Aserbaidschan Garantien, dass diese eingehalten werden.
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Baku/MoskauDie Europäische Rundfunkunion (EBU) hat von dem autoritär geführten Aserbaidschan erstmals deutlich die Garantie der Menschenrechte beim Eurovision Song Contest 2012 gefordert. „Die Einhaltung dieser fundamentalen

Grundrechte sind die Ecksteine des Erfolgs des Eurovision Song Contest seit seiner Gründung 1956 - und 2012 bildet da keine Ausnahme.“ Das sagte der Vorsitzende der sogenannten Reference Group der EBU, Frank-Dieter Freiling, einer Mitteilung zufolge bei einem Besuch in Baku. Bürgerrechtler werfen der Führung der rohstoffreichen Kaukasus-Republik vor, die Opposition zu unterdrücken, und Regierungsgegner zu verfolgen.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Frank Löning (FDP), begrüßte Freilings Aussagen. „Alleine die Forderung macht deutlich, wie schlecht es um die Menschenrechte in Aserbaidschan bestellt ist“, sagte er einer Mitteilung zufolge am Donnerstag in Berlin. Löning war vor wenigen Wochen in Aserbaidschan nach eigenen Angaben ein Treffen mit einem mutmaßlichen politischen Gefangenen verweigert worden.  In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku soll direkt am Kaspischen Meer für den Eurovision Song Contest (ESC) eine Konzerthalle mit 26.000 Plätzen entstehen. Wie das zuständige Staatskomitee nach Medienangaben mitteilte, soll die Alpine Bau Deutschland AG mit Sitz im bayerischen Eching die Halle bauen. Der Vertrag sei bereits am 2. August unterzeichnet worden. Das Unternehmen war am Donnerstagabend nicht für eine Bestätigung zu erreichen.

Das Finale des 57. Eurovision Song Contest (ESC) ist am 26. Mai 2012 (MESZ) in Baku geplant. Aserbaidschan hatte das Recht durch den Sieg des Pop-Duos Ell + Nikki („Running Scared“) beim ESC 2011 in Düsseldorf gewonnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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