Eurovision Song Contest Isabella Levina Lueen fährt für Deutschland nach Kiew

Deutschland schickt Isabella Levina Lueen zum Eurovision Song Contest 2017 in Kiew. Beim Vorentscheid schüttelt die 25-Jährige mit ihrem Lied „Perfect Life“ die Konkurrenz ab.
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Die Sängerin Isabella Levina Lueen geht am 13. Mai beim ESC in der Ukraine für Deutschland an den Start. Quelle: dpa
Unser Song für 2017

Die Sängerin Isabella Levina Lueen geht am 13. Mai beim ESC in der Ukraine für Deutschland an den Start.

(Foto: dpa)

KölnIsabella Levina Lueen hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2017 in Kiew gewonnen. Im Finale der ARD-Show „Unser Song 2017“ setzte sich die 25-Jährige am Donnerstagabend in Köln mit ihrer Interpretation des Liedes „Perfect Life“ beim Zuschauervoting durch und soll damit nun auch am 13. Mai in der Ukraine an den Start gehen. Der Song war speziell für den ESC komponiert worden.

Am Ende votierten 69 Prozent der Zuschauer für „Perfect Life“. Die Jury aus ESC-Gewinnerin Lena, Volksmusik-Moderator Florian Silbereisen und Sänger Tim Bendzko hatte nur kommentierende Funktion - kürte Levina, die in Berlin und London lebt, allerdings schon früh zur Favoritin des Abends.

Moderatorin Barbara Schöneberger sprach von einer „Welle der Sympathie“. „Du hast es wirklich unglaublich gesungen“, sagte Deutschlands bislang letzte ESC-Gewinnerin Lena. Für Florian Silbereisen „macht Deutschland definitiv nichts falsch“ mit der ausgebildeten Sängerin, die aktuell noch in Bars auftritt. Für Deutschland kann es beim Eurovision Song Contest nach letzten Plätzen in den Jahren 2016 und 2015 eigentlich nur noch besser werden. Das Finale in Kiew findet am 13. Mai statt.

„Ich glaube, ich habe noch gar nicht genau realisiert, was heute Abend passiert ist“, sagte Levina, nachdem die Entscheidung gefallen war. Wie es mit ihrem Musikmanagement-Studium in London weitergehe, wisse sie noch nicht. Sie habe sich darüber noch keine Gedanken gemacht. Auf die Frage, warum Deutschland erst jetzt ihr Talent bemerke, sagte sie: „Ich war schon immer hier. Ich habe es halt nur jetzt irgendwie an die Öffentlichkeit geschafft.“

Der deutsche Vorentscheid trug in diesem Jahr den Namen „Unser Song 2017“. Der zuständige NDR tat sich dafür mit Raab TV zusammen und rief ein Casting ins Leben - auch in der Hoffnung, an das Jahr 2010 anknüpfen zu können, als die spätere ESC-Siegerin Lena entdeckt wurde. In diesem Jahr gingen fünf Nachwuchs-Musiker ins Rennen. Am längsten konnte der Hamburger Axel Maximilian Feige noch mit Levina mithalten.

Die Songs waren vorgegeben. Das Sieger-Lied „Perfect Life“ stammt unter anderem aus der Feder von Songwriterin Lindy Robbins. Sie hat auch schon die Backstreet Boys („Incomplete“) und den DJ David Guetta („Dangerous“) zuverlässig mit Chart-Material versorgt. In den sozialen Netzen meinten User am Abend gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem deutschen ESC-Song und dem Hit „Titanium“ von Guetta und Sia erkennen zu können.

Moderatorin Schöneberger verabschiedete sich vom TV-Publikum bis zum 13. Mai, wenn sie wieder auf der Hamburger Reeperbahn die Grand-Prix-Party moderiert, mit den Worten: „Bei fünf Grad und waagerechtem Regen.“

Germany? Zero points.
2016: Jamie-Lee Kriewitz
1 von 8

Jamie-Lee Kriewitz landet mit „Ghost“ in Stockholm mit elf Punkten auf dem letzten Platz bei 26 Finalteilnehmern. Es ist der zweite letzte Platz in Folge für eine deutsche Künstlerin.

Quelle: dpa

2015: Ann Sophie
2 von 8

Ann Sophie landet mit „Black Smoke“ in Wien mit null Punkten auf dem letzten Platz (zusammen mit Österreich) bei 27 Finalteilnehmern. Die Sängerin war für Deutschland an den Start gegangen, weil der eigentlicher Sieger des Vorentscheids, Andreas Kümmert, auf seine Teilnahme verzichtete.

2008: No Angels
3 von 8

Die in Deutschland erfolgreiche Castingband No Angels holt mit „Disappear“ in Belgrad - ebenso wie Polen und Großbritannien - nur 14 Punkte - die schlechteste Punktzahl bei 25 Finalteilnehmern. Höhere Einzelwertungen bei Punktgleichheit bewahren Deutschland vor einem offiziellen letzten Platz. Stattdessen heißt es Rang 23 von 25.

2005: Gracia
4 von 8

Gracia holt mit „Run & Hide“ in Kiew nur vier Punkte und landet bei 24 Finalteilnehmern ganz hinten.

1995: Stone & Stone
5 von 8

Das Duo Stone & Stone bekommt mit „Verliebt in Dich“ in Dublin lediglich einen Punkt. Die beiden Musiker werden Letzte bei 23 Finalteilnehmern.

1974: Cindy & Bert
6 von 8

Cindy & Bert holen mit „Die Sommermelodie“ in Brighton nur drei Punkte - letzter Platz (14. Rang), zusammen mit Norwegen, der Schweiz und Portugal bei 17 Teilnehmern.

1965: Ulla Wiesner
7 von 8

Ulla Wiesner (M) bekommt mit „Paradies, wo bist du?“ in Neapel null Punkte, wie auch Spanien, Belgien und Finnland. Das ist viermal ein 15. Platz bei 18 Teilnehmern.

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  • dpa
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