Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn soll gegen Zuhälter aussagen

Dominique Strauss-Kahn muss erneut vor Untersuchungsrichtern aussagen: Wie französische Medien berichten war er in illegale Sex-Partys verwickelt und soll nun im Zusammenhang von „bandenmäßiger Zuhälterei“ aussagen.
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Durch die Missbrauchsvorwürfe eines New Yorker Zimmermädchen bekam der Franzose zweifelhafte Bekanntheit. Quelle: dapd

Durch die Missbrauchsvorwürfe eines New Yorker Zimmermädchen bekam der Franzose zweifelhafte Bekanntheit.

(Foto: dapd)

ParisIm Zuge des Ermittlungsverfahrens wegen "bandenmäßiger Zuhälterei" haben die französischen Untersuchungsrichter erneut Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn zum Verhör zitiert. Der 63-Jährige sollte am Donnerstagnachmittag im nordfranzösischen Lille befragt werden, wie es aus Justizkreisen hieß.

Bei den Ermittlungen geht es um Sex-Partys mit Prostituierten in Paris, Brüssel und Washington, an denen neben Strauss-Kahn auch ranghohe Polizisten und Geschäftsmänner teilgenommen hatten.

Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestreitet nicht, an den freizügigen Partys in Luxushotels in den Jahren 2009, 2010 und 2011 teilgenommen zu haben. Er will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte. Sollte der einstige Hoffnungsträger der französischen Sozialisten wegen "bandenmäßiger Zuhälterei" angeklagt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Der konservativen Zeitung "Le Figaro" zufolge gehen die Untersuchungsrichter in Lille davon aus, dass es mehrere Hinweise gibt, wonach Strauss-Kahn "tatsächlich und entscheidend" an der möglichen Zuhälterei beteiligt war.

Demnach streben die Untersuchungsrichter an, nachzuweisen, dass der Ex-IWF-Chef sehr wohl wusste, dass die Frauen Prostituierte waren. "DSK", wie Strauss-Kahn in Frankreich kurz genannt wird, habe die Partys "in die Wege geleitet und breit gefördert in voller Kenntnis der Sache", schrieb der "Figaro" unter Berufung auf Ermittlungsinformationen in Lille.

Mitte Dezember war Strauss-Kahn mit seiner Beschwerde gegen das Ermittlungsverfahren wegen "bandenmäßiger Zuhälterei" vor dem Berufungsgericht von Douai in Nordfrankreich gescheitert. Er will nun Einspruch beim Kassationsgerichtshof einlegen.

In Lille laufen Ermittlungsverfahren gegen insgesamt elf Beschuldigte in der Callgirl-Affäre, darunter Unternehmer und die einstige Nummer zwei der Polizei in Nordfrankreich, Jean-Christophe Lagarde. Zuletzt wurde am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren gegen "Dodo den Salzhering" eingeleitet, der mit wirklichem Namen Dominique Alderweireld heißt und mehrere Sexclubs in Belgien betreibt.

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2 Kommentare zu "Ex-IWF-Chef: Strauss-Kahn im Zentrum von Zuhälter-Ermittlungen"

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  • da hat der Mann aber wie zu Lesen ist, noch mehr Erfahrung drin wie Berluskoni?

  • Habe heute morgen auf dem Weg zur Strassenbahn ein "U" gefunden. Fehlt das hier irgendwo?
    ;-)

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