Explosion im Maschinenraum
110 Vermisste nach Feuer auf Fähre

Nach dem Brand auf einer Fähre mit 879 Passagieren und Besatzungsmitgliedern werden vor der Küste der Philippinen etwa 110 Menschen am Freitag vermisst. Bisher wurde lediglich ein Toter geborgen. Acht Menschen wurden verletzt.

HB MANILA. Die Behörden fürchten, dass die Vermissten im Innern der Fähre eingeschlossen sind. Von dem Schiff stiegen auch Stunden nach Ausbruch des Feuers noch immer Rauch und giftige Gase auf.

Ein Sprecher der Küstenwache sagte, 613 Paasagiere und 153 Besatzungsmitglieder seien gerettet worden. „Wir hoffen, dass sich noch mehr Überlebende melden“, meinte er. Zur Zahl der Menschen an Bord hatte es unterschiedliche Darstellungen gegeben. Auch war zunächst in offiziellen Angaben von zwei Toten gesprochen worden.

Der Kommandant der Küstenwache, Danilo Abinoja, sagte, das Feuer sei nach einer Explosion im Maschinenraum des Schiffes ausgebrochen. Die Ursache sei noch nicht ermittelt. Auch Stunden nach Ausbruch des Brandes war es den Feuerwehren nicht gelungen, das Feuer zu löschen.

Eine Frau, die von der Küstenwache gerettet worden war, sagte einem Rundfunksender in der Hauptstadt Manila: „Es gab eine Explosion - und alles stand in Flammen. Panik machte sich breit, aber wir waren trotzdem besonnen genug, Schwimmwesten anzulegen.“

Eine Sprecherin der Fährgesellschaft sagte, das Schiff, das mehr als 1600 Passagiere aufnehmen könne, sei nicht überladen gewesen. Die Gesellschaft werde den Opfern des Schiffsunglücks eine Entschädigung zahlen.

Auf den Philippinen hatte sich im Dezember 1987 das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten ereignet. Damals waren nach dem Zusammenstoß einer Fähre mit einem Öltanker vor der Insel Mindoro rund 4000 Menschen ums Leben gekommen.

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