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Facebook-Richtlinien: Brüste verboten, Blut erlaubt

Brüste sind verboten, tiefe Wunden nicht: Facebook hat Richtlinien niedergeschrieben, was nicht gezeigt werden darf. Gerade wurde die Seite des Branchendienstes Meedia zensiert. Grund: Er zeigte ein „Titanic"-Cover.

Wegen des legendären „Titanic"-Covers „Zwei gute Gründe für Hamm-Brücher" löschte Facebook die Meedia-Seite. Quelle: screenshot/Meedia
Wegen des legendären „Titanic"-Covers „Zwei gute Gründe für Hamm-Brücher" löschte Facebook die Meedia-Seite. Quelle: screenshot/Meedia

DüsseldorfDas Foto einer Mutter, die ihr Kind mit blanker Brust stillt, ist anstößig und wird gelöscht, aber tiefe Fleischwunden dürfen gezeigt werden: Facebooks Richtlinien sind ständig im Wandel und enthüllen die amerikanische geprägte Weltanschauung des größten sozialen Netzwerks.

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Hey, Facebook, Stillen ist nicht obszön!“ So nennt sich eine Facebook-Gruppe, in der sich fast 6.000 Nutzer international organisiert haben. Gemeinsam wehren sich die Mütter (und auch) Väter gegen die Vorgaben des weltweit größten sozialen Netzwerks.

Denn das mag keine Profilfotos, auf denen Babys mit blanker Brust gestillt werden. Entsprechende Schnappschüsse seien als „obszön“ gemeldet und daraufhin entfernt, die User aufgefordert worden, keine Baby-und-Brust-Bilder mehr online zu stellen, heißt es auf der Gruppenseite.

Tatsächlich verstoßen Fotos stillender Mütter, deren Brustwarzen deutlich zu erkennen sind, gegen die Facebook-Richtlinien. Erlaubt sind indes Abbildungen von gebrochenen Körpergliedern, wenn keine „Insides“ herausschauen, Bilder tiefer Fleischwunden und zerquetschter Köpfe. So jedenfalls steht es in einem 13-seitigen, internen Manual, das unlängst auf dem US-Blog gawker.com auftauchte.

Das Regelwerk mit dem Titel „Abuse Standards 6.2“ gibt Mitarbeitern eines Social-Media-Dienstleisters, der für Facebook arbeitet, die aktuellen Kriterien vor, nach denen Bilder, Videos und Postings gelöscht werden können, sobald sich Nutzer beschweren. Nach Meinung des britischen Journalisten Charles Arthur („The Guardian“) enthüllt es die durch und durch amerikanisch geprägte Weltanschauung Facebooks: Sex verboten, Blut akzeptiert.

  • 19.03.2012, 19:16 UhrAnonymer Benutzer: Shura

    Habe 2 Abmahnungen von Facebook, wegen einem Bild das eine
    Frau, nackt (nur Busen) und mit Halsband und einem Glastisch zeigt. Und einer Spass BDSM Gruppe. Das geht mir nicht in den Kopf. Piercing + Cuttings dürfen gezeigt werden.

  • 22.02.2012, 20:22 UhrAnonymer Benutzer: ratio_legis

    Als ich in Indonesien war, hat man ständig stillende Frauen gesehen. EInmal saß mir in einem kleinen Angkutan eine direkt gegenüber und hat "blank gezogen" um ihr Kind zu stillen und das im größten moslemischen Land der Welt...aber man kennt sie ja die berühmte Doppelmoral der Amis.

  • 22.02.2012, 19:48 UhrAnonymer Benutzer: nonprofit

    vermutlich stören die Ti**en die Gesichtserkennung...

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