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Sarkozy veröffentlicht Kuschelvideo mit Carla

Das Schmusevideo, das Sarkozy und seine „Carlita“ beim Austausch von Zärtlichkeiten zeigt, ist im Internet veröffentlicht worden. Nicht irgendwo, sondern massenwirksam auf Facebook. Entstanden ist es bei einer Interviewrunde der Zeitschrift mit Carla Bruni, bei der der Staatschef plötzlich und unerwartet auftauchte.

HB PARIS. „Tschüss mein Süßer“ haucht Carla Bruni ihrem Gatten, dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, mit samtweicher Stimme hinterher. Ein verliebter Blick, dann ist der Chef der Atommacht wieder in den Gängen des Élysée-Palastes verschwunden. Wichtigere Geschäfte warten. Aber für einen Plausch mit Leserinnen des Frauenblatts „Femme Actuelle“, die eigentlich seine Frau interviewen wollten, hat Sarkozy immer ein wenig Zeit. Zumal, wenn eine Kamera läuft.

Das Schmusevideo, das Sarkozy und seine „Carlita“ beim Austausch von Zärtlichkeiten zeigt, erschien vor wenigen Tagen im Internet. Entstanden bei einer Interviewrunde der Zeitschrift mit Carla Bruni, bei der der Staatschef plötzlich und unerwartet auftauchte. Wie beiläufig bemerkt er, er habe gerade den irakischen Regierungschef getroffen. „Wow“, meint seine schöne Carla Bruni dazu. Man küsst sich auf den Mund, tätschelt Händchen und Wangen. Die Gäste können ihr Glück kaum fassen, der Demonstration des ungetrübten Liebesglückes beiwohnen zu dürfen.

Manchem Staatschef wäre die Veröffentlichung des Videos womöglich peinlich gewesen. Anders Sarkozy: Er stellte das Kuschelfilmchen jetzt auf sein neues Facebook-Profil, um seine ganze Fangemeinde Anteil haben zu lassen. Ein Versuch, anhaltenden Gerüchten entgegenzuwirken, der Chef im Élysée nehme es mit der ehelichen Treue nicht immer ganz so genau?

„Die Veränderung des Facebook-Auftritts soll sein Profil persönlicher machen“, erklärt Sarkozy-Sprecher Franck Louvrier. Es gehe darum, den „Mann“ Sarkozy gegenüber dem „Präsidenten“ Sarkozy in den Vordergrund zu rücken. Tatsächlich hat der Staatschef schon seit neun Monaten einen Auftritt bei Facebook. Aber die Anfang der Woche erfolgte „Profilkosmetik“ hat die Zahl seiner Fans noch einmal in die Höhe schießen lassen. Der Stand am Freitagnachmittag: 100 932 „Unterstützer“.

1 427 User gaben am ersten Tag wohlwollende Kommentare zum Schmusevideo ab. Dadurch ermutigt, stellte Sarkozy sogleich die Folgesequenz auf sein Profil. Darin zu sehen: Die beiden Hunde Clara und Dumbledore. Ganz nach dem Motto: Was US-Kollege Barack Obama kann, der seinen Vierbeiner kürzlich im Weißen Haus spazieren führte, das kann ein Sarkozy schon lange.

Zuletzt aktualisierte Sarkozy sein Profil am Mittwoch. Darin informiert er seine Anhänger über die letzten Bücher, die er gelesen habe, von Maupassant und Lanzmann. „Außerdem habe ich den unvergesslichen Film „Limelight' von Charlie Chaplin gesehen.“ Immerhin, 1 156 Facebook-Besucher finden das toll. „Wie bewegend“, heißt es in einem Kommentar. Nicht alle sind indes angetan von Sarkozys neuem Zeitvertreib. „Den ganzen Tag kümmere ich mich alte Menschen, während der Schlumpf sein Facebook-Profil aktualisiert“, schreibt ein vermeintlicher Fan. „Bravo. Es lebe Frankreich, es lebe die Republik.“

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