Facebook-Veranstaltung: Ikea verbietet gigantisches Versteckspiel

Facebook-Veranstaltung
Ikea verbietet gigantisches Versteckspiel

Mehr als 32.000 Niederländer planten über Facebook ein Massen-Versteckspiel in einer Ikea-Filiale. Zwischen Billy-Regalen und Malm-Betten sollte es rund gehen. Doch nun gibt Ikea den Spielverderber.
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Das schwedische Möbelhaus Ikea hat eine riesige Versteckspiel-Aktion gestoppt: Mehr als 32.000 Menschen hatten sich über Facebook verabredet, um sich im Eindhovener Möbelhaus zwischen Billig-Regalen oder unter Malm-Betten zu verstecken.

Am 16. Mai sollte es soweit sein, nun wurde Ikea jedoch wohl etwas mulmig zumute. Ebenfalls über Facebook untersagte das Unternehmen die Aktion. „Wir müssen für die Sicherheit der Besucher garantieren und das ist schwierig, wenn wir nicht einmal wissen, wo sie sind“, sagte die Sprecherin Martina Smedberg der Nachrichtenseite Bloomberg.

Für gewöhnlich setzt das schwedische Möbelhaus Ikea gerne auf jugendlich anmutende Ideen, die auch gerne etwas Werbung für das Unternehmen sein dürfen. Bei dieser Größenordnung war dann jedoch Schluss. Sammelpunkt der Versteckspiel-Fans war die Facebook-Seite „Verstoppertje in Ikea Eindhoven“, auf Deutsch: „Verstecken spielen im Ikea Eindhoven“.

Die Initiatoren des Events änderten den Veranstaltungsnamen nach der Absage in „Verstecken spielen an einem geheimen Ort“ – dieser Ort muss nun erst noch gefunden werden. Ikea habe die Mitarbeiter dennoch darauf vorbereitet, was zu tun sei, falls jemand doch auf die Idee kommen sollte, „Verstoppertje“ spielen zu wollen.

Die Versteckspiel-Idee bei Ikea ist übrigens nicht neu. Im Juli vergangenen Jahres hatte der Möbelkonzern in seiner Filiale im belgischen Antwerpen eine ähnliche Aktion erlaubt: Damals hatte Elise De Rijck eine Veranstaltungsgenehmigung bekommen. Die damals 29-Jährige hatte sich gewünscht, vor ihrem 30. Geburtstag bei Ikea Verstecken zu spielen. Auch sie erstellte eine Facebook-Veranstaltung, für die 13.000 Leute zusagten. Ikea erlaubte daraufhin ein Versteckspiel mit 500 Teilnehmern.

Neben der Aktion in Eindhoven sind noch weitere Versteckspiele bei Ikea geplant. Für eine Veranstaltung im Ikea Amsterdam haben bereits 20.000 Facebook-Nutzer zugesagt, für Utrecht 13.000. Zu diesen beiden Aktionen hat sich Ikea bislang nicht geäußert. Wie viele von diesen Nutzern sich am Ende wirklich zwischen Kuscheltieren oder in Kühlschränken verstecken, muss jedoch abgewartet werden.

Marcel Reich
Marcel Reich
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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