Fahrlässige Tötung
Hohe Haftstrafen wegen Flugzeugunglücks von Linate

Wegen fahrlässiger Tötung hat ein Gericht in Mailand vier Männer für das Flugzeugunglück von Linate zu bis zu acht Jahren Haft verurteilt.

HB MAILAND. Bei dem schwersten Luftfahrt-Unglück in der Geschichte Italiens waren im Oktober 2001 bei dem Zusammenstoß einer Linienmaschine und einer privaten Cessna 118 Menschen getötet worden.

Das Gericht verurteilte unter anderem den ehemaligen Chef der Flugüberwachungsbehörde Enav, Sandro Gualano, zu sechseinhalb Jahren und den Leiter des Flughafens Linate, Vincenzo Fusco, zu acht Jahren Haft. Angehörige und Freunde einiger der Opfer brachen in Tränen aus, als das Urteil verlesen wurde. „Wichtig ist, dass es eine Verurteilung gab, und das wird ein Zeichen setzen“, sagte eine Frau, die ihren Ehemann verloren hatte. „Dadurch zeigt Italien, dass es immer noch ein zivilisiertes Land ist.“ Sieben weitere Verdächtige stehen wegen des Unglücks noch vor Gericht.

Bei dichtem Nebel war die Maschine der Fluglinie SAS auf dem Weg nach Kopenhagen mit der Cessna zusammengestoßen. Unter den Toten waren auch die beiden deutschen Piloten des Kleinflugzeugs. Untersuchungsbehörden fanden erhebliche Mängel an dem Flughafen, unter anderem fehlte ein funktionierendes Bodenradar. Der Flughafen ist seit dem Unglück ausgebaut worden.

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