"Fall ist noch nicht reif"
Dutroux-Verteidigung will Prozess in die Länge ziehen

Die Verteidigung im Prozess gegen den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux fordert eine Verlängerung der Verhandlung.

HB ARLON/BRÜSSEL. Dutroux-Verteidiger Xavier Magnée warf den zuständigen Justizsprechern am Mittwoch vor, die zwölf Geschworenen bedroht zu haben.

In seinem Plädoyer hatte Magnée die Volksjury am Dienstag aufgefordert, nicht wie geplant in drei Wochen ein Urteil zu fällen. Der Fall sei noch nicht reif dafür. Diese Forderung bezeichneten die Justizsprecher Nico Snelders und Philippe Morandini vor der Presse anschließend als illegal.

Mit dieser Einschätzung hätten die Justizsprecher den Geschworenen juristische Folgen bei einer Verschiebung des Urteils angedroht, kritisierte Magnée. „Dieser Vorgang ist einmalig und stellt einen Angriff auf die Freiheit der Jury und eine Verletzung eines angemessenen Prozesses dar“, sagte Magnée vor dem Sitzungsbeginn.

Magnée hatte in seinem Plädoyer dargelegt, dass die Untersuchung zahlreiche Fragen offen gelassen hatte. Deshalb müsse die Beweisaufnahme erneut eröffnet werden. Snelders und Marandini erklärten dazu auch, vor dem Ende der Debatten könnten durchaus noch einmal weitere Zeugen aufgerufen werden.

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