Falsche Angaben
Staatsanwaltschaft: Keine Geiselnahme in Belgien

Während in Sydney ein Geiselnehmer die Welt in Atem hält, schien in Belgien eine weitere Terrortat stattzufinden. Dies dementierte nun ein Staatsanwaltschaft. Die Polizei stürmte das Gebäude und nahm drei Männer fest.
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GentDer Polizeieinsatz wegen einer mutmaßlichen Geiselnahme in der belgischen Stadt Gent wurde durch falsche Angaben ausgelöst. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die örtliche Staatsanwaltschaft. Spezialkräfte hatten dort eine Wohnung gestürmt, in der vier Bewaffnete und eine Geisel vermutet worden waren. Ein junger Mann hatte zuvor von Kalaschnikows in der Wohnung gesprochen und angegeben, ein Freund von ihm sei noch dort.

Drei Menschen verließen die Wohnung mit erhobenen Händen, belgische Medien berichteten, sie seien festgenommen worden. Sie stellten sich aber später als Unbeteiligte heraus. Die Polizei fand keine Waffen in dem Apartment.

Der 18-Jährige Mann, der den Einsatz auslöste, hält sich laut Belga illegal in Belgien auf und ist der Polizei wegen Drogendelikten bekannt. Er wurde dem Untersuchungsrichter vorgeführt und muss sich nun wegen falscher Angaben verantworten. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis und eine Geldbuße. „Wir konnten am Anfang nichts anderes tun, als die Geschichte sehr ernst zu nehmen“, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Mann habe äußerst überzeugend gewirkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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