Familienfehde vor Gericht
Fischer-Dübel-Erfinder gewinnt Prozess gegen Tochter

Der Erfinder des Fischer-Dübels, Artur Fischer, hat einen Beleidigungsprozess gegen seine Tochter gewonnen. Die 59-Jährige darf auf ihrer Internetseite ihren fast 90-jährigen Vater und ihren Bruder nicht mehr als „Haie, Wölfe, Schweine“ oder „Idioten“ bezeichnen.

HB HEILBRONN. Die Verunglimpfungen seien herabwürdigend und fielen nicht unter das Recht der freien Meinungsäußerung, begründete das Heilbronner Landgerichts seine Entscheidung in dem Zivilprozess. Zudem bestehe Wiederholungsgefahr. Sollte Margot Fischer-Weber gegen die Gerichtsentscheidung verstoßen, drohen ihr ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten.

Hintergrund der Familienfehde ist ein Streit um das Erbe der Dübel-Dynastie. Die einzige Tochter des Geschäftsmannes hatte ihren Vater auf der Internetseite beschuldigt, er habe sie im Jahr 1984 ohne vorherige Aufklärung einen Notarvertrag unterschreiben lassen, in dem sie ihren Erbverzicht erklärte. Das darf die Tochter des Erfinders des „Fischertechnik“-Baukastens ebenfalls nicht mehr behaupten.

Die Familienfehde in der schwäbischen Unternehmerfamilie dauert bereits seit 1999. In dem Jahr war die Tochter des Fischer-Dübel-Erfinders nach einem Gerichtsstreit um eine Änderungskündigung aus der Firma mit Sitz in Waldachtal (Kreis Freudenstadt) ausgeschieden. Danach hatte die Frau auf ihrer Internetseite unter dem Titel „Haie und andere Fische(r)“ ihre Lebensgeschichte dargestellt und harte Vorwürfe gegen ihre Familie erhoben.

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