Farbstoff könnte Krebs erregen
Peek & Cloppenburg ruft tausende Kinderjeans zurück

Wegen der Verwendung eines möglicherweise Krebs erregenden Farbstoffes hat die Bekleidungskette Peek & Cloppenburg 6 786 in den vergangenen Monaten verkaufte Kinderjeans zurückgerufen.

HB DÜSSELDORF. Es handelt sich um blauschwarze Jungenjeans der Marken Review Kids und Review Fourteen. Kunden, die solche Hosen nach dem 30. Juni 2007 gekauft haben, bat der Konzern am Freitag, die Jeans in einem der Häuser der Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf zurückzugeben. Bei der Rückgabe wird der Kaufpreis vollständig erstattet.

Um gesundheitliche Risiken 100-prozentig auszuschließen, sollte die blauschwarze Jeanshose keinesfalls weiter getragen, sondern in einem der Häuser des Unternehmens zurückgegeben werden, betonte das Unternehmen.

Die Qualitätssicherung des Handelshauses hatte zuvor festgestellt, dass die Jeans bei der Produktion mit einem in der EU für den Einsatz in Textilien verbotenen Farbstoff behandelt wurden. Der Farbstoff kann geringe Mengen von so genannten aromatischen Aminen freisetzen, die als solche Krebs erregend sein können. Allerdings gebe es keinen Nachweis, dass auch das Tragen entsprechend gefärbter Textilien zu einer Erkrankung führe, betonte das Unternehmen.

Die Rückrufaktion betrifft laut P & C ausschließlich 6 786 blauschwarze Basic-Jeans für Jungen der Marke Review Kids (Größe 92 bis Größe 140) sowie Review Fourteen (Größe 140 bis 176) mit den Artikelnummern II-KB/07-D100, II-KB/07-D101, II-KB/07-D205 und II-KB/07-D206 sowie II-TB/07-D100, II-TB/07-D101, II-TB/07-D102, II-TB/07-D203, II-TB/07-D204 und II-TB/07-D205.

Die Artikelnummern sind auf dem Einnähetikett auf der inneren rechten Seite des Hosenbundes zu finden. Die Ware wurde seit dem 30. Juni 2007 in den Häusern der Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf sowie in geringer Anzahl über einzelne unabhängige Fachhändler verkauft. Andere Kinderjeans der Marken Review Kids und Review Fourteen sowie Jeans, die vor dem 30. Juni 2007 gekauft wurden, seien nicht betroffen.

Das Unternehmen betonte, die Lieferanten von Peek & Cloppenburg müssten die gesundheitliche Unbedenklichkeit der an das Unternehmen zu liefernden Produkte garantieren oder durch Tests unabhängiger Fachlabors nachweisen. Erst und nur dann wird die Ware für das Sortiment eingekauft. Das geforderte Testzertifikat habe für die betroffenen Jeans der Marken Review Kids und Review Fourteen auch vorgelegen. Der Lieferant habe jedoch nach Aufnahme ins Warensortiment die Farbrezeptur ohne das Wissen des Unternehmens verändert und dabei die in der EU verbotene Substanz verwendet. Dies sei erst bei einer Nachkontrolle aufgefallen.

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