Fast 6000 Tote
Zahl der Erdbeben-Opfer steigt

Internationale und indonesische Retter haben ihre Hilfebemühungen für die Menschen in der vom Erdbeben betroffenen Region in Indonesien fortgesetzt. Hubschrauber wurden eingesetzt, um Überlebende in entlegenen Gegenden mit dringend benötigten Gütern wie Lebensmitteln und Zelten zu versorgen, hieß es von der staatlichen Erdbeben-Einsatzgruppe.

HB YOGYAKARTA. Vier Tage nach dem katastrophalen Erdbeben auf der indonesischen Insel Java ist die Zahl der Toten auf mehr als 5800 gestiegen. Nach Mitteilung des indonesischen Sozialministeriums vom Mittwoch kamen bei dem Erdstoß der Stärke 6,2 mindestens 5846 Menschen ums Leben. Etwa 14 000 Menschen waren bei dem Beben verletzt worden, schätzungsweise 200 000 weitere obdachlos.

Der Gesundheitsministerin Siti Fadillah Supari zufolge wurde mit der Verlegung von Patienten begonnen, um eine Überfüllung der Krankenhäuser zu vermeiden. In den abgelegeneren Gegenden würden die Opfer nun in Feldlazaretten versorgt. „Helikopter werfen Nahrung ab und nehmen Patienten mit. Auch die medizinische Versorgung läuft“, sagte die Ministerin der Nachrichtenagentur Reuters.

Die indonesischen Behörden haben zudem damit begonnen, Tausende Erdbeben-Überlebende vorsorglich gegen Masern zu impfen. Bisher gibt es in dem Erdbebengebiet um die Städte Yogyakarta und Bantul keine Anzeichen eines Seuchenausbruchs. Die Impfungen sollen insbesondere eine Masern- und Malaria-Epidemie verhindern.

Überlebende in abgelegenen Regionen klagten auch am Mittwoch, dass die Hilfe sie nur schleppend erreiche. Bislang hätten nur zwei Kartons mit Instantnudeln die rund 200 Menschen in seinem Dorf erreicht, sagte ein Bewohner des Ortes Trakitan im vom Beben schwer getroffenen Bezirk Klaten am Mittwoch. Die Einsatzkräfte hatten zunächst Mühe gehabt, in abgelegene Gegenden des Erdbebengebiets vorzudringen. Als Gründe wurden schlechte oder verstopfte Straßen, aber auch großer Mangel an Personal genannt.

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