Fehlplanung beim Osterfest
Wenn die Trumps ihre Eier vergessen

Auch in den USA ist Ostern ein Familienfest. Wer Glück hat, darf beim traditionellen „Easter Egg Roll“ sogar auf dem Rasen des Weißen Hauses nach Eiern suchen. Das stellt die Trumps vor erstaunlich viele Probleme.
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New YorkZum siebten Mal seit seiner Amtseinführung landete US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in Florida, um in seinem dortigen Golfclub das Wochenende zu verbringen. Diesmal trug der Plan allerdings zur Verwirrung der US-Bevölkerung bei. Denn es ist das Osterwochenende. Und da findet seit 138 Jahren ein Familienfest mit Zehntausenden Besuchern im Weißen Haus statt.

Der „White House Easter Egg Roll“ ist ein vielbeachtetes Gesellschaftsereignis in den USA. Schulkinder in Washington bekommen Karten, es gibt ein Kontingent für Familien von Militärangehörigen, Kongressabgeordnete dürfen in ihrem Wahlkreisen Tickets verteilen, das Weiße Haus hat sogar eine Karten-Lotterie für das starbesetzte Fest, das den ganzen Ostermontag dauert – und vom Präsidenten und der First Lady betreut wird.

Entsprechend entsetzt reagierten viele US-Bürger, als eine Zeitung aus Florida am vergangenen Sonntag meldete, Trump wäre Ostern gar nicht im Weißen Haus. „Ach, nächstes Wochenende ist Ostern?“, soll er gesagt haben. „Na, dann bin ich zu Ostern hier [in Palm Beach].“

Auf der Website des Weißen Hauses wird die Veranstaltung dennoch für Ostermontag angekündigt. Doch einem Bericht der „New York Times“ zufolge wird Donald und Melania Trumps erster „Easter Egg Roll“ kleiner und bescheidener ausfallen als in den vergangenen Jahren. Und es kommt noch dicker: Grund dafür sollen mangelhafte Planung und Organisation sein.

Natürlich ist der Präsident nicht persönlich für das Osterfest im Weißen Haus verantwortlich. Das ist Sache der First Lady. Oder besser gesagt: des Chefs des Besucherbüros des Weißen Hauses, das der First Lady untersteht. Doch diese Stelle ist vakant; sie gehört zu jenen Positionen, die Melania Trump immer noch nicht besetzt hat.

Kein Wunder, dass das Weiße Haus spät dran war, das Osterfest überhaupt auch nur anzukündigen. Erst Anfang März war davon die Rede. Dem Bericht der „New York Times“ zufolge hat die hastige Planung diverse Folgen. So erwartet man etwa rund 20.000 Besucher. Im vergangenen Jahr hatten die Obamas noch 37.000 Gäste zu Spiel und Spaß eingeladen. Auch die Zahl der ehrenamtlicher Helfer soll auf die Hälfte geschrumpft sein. Und dann ist da noch das Problem mit den Ostereiern.

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