Felix Baumgartner
Der vernünftigste Verrückte der Welt

Es scheint, als sei Felix Baumgartner kein Sprung in die Tiefe zu riskant. Dabei fürchtet sich der Fallschirmspringer und Basejumper aus Österreich vor jedem Stunt und legt höchsten Wert auf Sicherheit.
  • 0

New York„Daredevil“ nennt man Menschen wie Felix Baumgartner in den USA, was für Draufgänger, Heißsporn oder eben Teufelskerl steht. In der Tat liest sich die Biografie des Österreichers wie die eines Mannes, der sich für unverwundbar hält. „Ich mag das Abenteuer. Aber ich bin keiner, der den Kick sucht“, sagte er vor zweieinhalb Jahren in einem Interview. Damals stellte er in New York sein wohl gewagtestes Projekt vor: das Durchbrechen der Schallmauer im freien Fall, ohne jedes Fluggerät.

Der Salzburger lernte beim Bundesheer, wie man komplizierte Absprünge macht. Doch was danach kam, wird in keiner Armee der Welt trainiert: Er sprang von der Christusstatue in Rio de Janeiro und von den Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur – jeweils der niedrigste und der höchste der sogenannten Basejumps. Kaum ein hohes Gebäude, auf das es ihn nicht treibt. Und kaum eine Polizei, die ihn deshalb nicht wegen groben Unfugs oder anderer Vorwürfe festnehmen wollte. Allerdings gilt Baumgartner auch als einer, der höchsten Wert auf Sicherheit legt. Das Risiko soll berechenbar bleiben.

Sein bislang spektakulärstes Projekt war 2003 das Überfliegen des Ärmelkanals - im freien Fall. Zwei Meter breite Kunststoffflügel auf seinem Rücken halfen ihm dabei.

Der Sprung aus 36 Kilometern Höhe ist um ein Vielfaches gefährlicher. „Da ist durchaus auch Furcht, wie vor jedem Absprung“, sagte Baumgartner vorab. „Aber Springen ist mein Leben und von diesem, genau diesem Sprung, habe ich mein Leben lang geträumt. Die Furcht ist deshalb kein Hindernis, sie sorgt nur dafür, dass wir es richtig machen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Felix Baumgartner: Der vernünftigste Verrückte der Welt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%