Fema sieht für Hurrikan-Saison sich gerüstet
Deiche in New Orleans werden nicht rechtzeitig fertig

Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema ist nach Angaben ihres amtierenden Direktors David Paulison besser für die Anfang Juni beginnende Hurrikan-Saison gerüstet. In New Orleans allerdings kann die Errichtung neuer Schleusentore zum Schutz vor Überschwemmungen vermutlich nicht rechzeitig abgeschlossen werden.

HB NEW ORLEANS. Ein Sprecher des Pionierkorps nannte am Freitag einen Termin im Juli. Sollte die Stadt entgegen der Erwartungen vorher von einem großen Wirbelsturm bedroht werden, würden die Deiche aber anders verstärkt.

Die Schleusentore sollen Dämme entlang dreier großer Kanäle in der Südstaatenmetropole entlasten. Bei Durchzug des Hurrikans „Katrina“ Ende August vergangenen Jahres war der Pegel des Lake Pontchartrain um mehr als zwei Meter angestiegen, nach Deichbrüchen wurden große Teile der Stadt überflutet. Die Schleusentore sollen verhindern, dass Wasser in die Kanäle eindringt. Sie sind zudem mit Pumpen ausgestattet.

Sollte ein Hurrikan vor dem Abschluss der Arbeiten nahen, will das Pionierkorps die Stellen mit Stahlwänden abdichten. Insgesamt habe man 81 Prozent der Reparaturarbeiten an defekten Deichen auf einer Länge von 274 Kilometern beendet, sagte Oberst Lewis Setliff. Der republikanische Senator David Vitter sprach wegen der Verzögerung von einer großen Enttäuschung. Die Führung des Pionierkorps habe versagt.

Es sei wichtig, die Lehren aus dem Vorjahr zu ziehen, sagte Paulison am Freitag zum Abschluss einer Gouverneurskonferenz in Fort Lauderdale in Florida. Viele Kommunikationsprobleme und logistische Schwierigkeiten seien abgestellt worden.

Sein Vorgänger Michael Brown war nach heftiger Kritik am Krisenmanagement nach dem Durchzug des Hurrikans „Katrina“ von US-Präsident George W. Bush entlassen worden. Paulison muss als Fema-Chef noch vom Senat bestätigt werden. Die Katastrophenschutzbehörde habe drei Mal mehr Vorräte gelagert und ein Programm aufgelegt, das sicherstellen solle, dass diese bei den Bedürftigen auch ankämen, sagte Paulison.

Nach dem Durchzug von „Katrina“ sei die Fema nicht in der Lage gewesen, die Verteilung der Güter nachzuvollziehen. „Wenn sie irgendein Lager verließen, hatten wir keine Ahnung mehr, wo sie waren.“ Häufig seien die Waren am falschen Ort aufgetaucht. Nun seien Lastwagen mit GPS-System ausgestattet worden. 770 Lkw ständen bereit, um eine Million Menschen sieben Tage lang mit Nahrung zu versorgen.

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