Feng Shui, Hasenzähler und die Pkw-Maut
April, April!

Eine Achterbahn, das Ehrenamt des Hasenzählers und die Einführung der Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen: Alle Jahre wieder werden Menschen in den April geschickt. Auch in diesem Jahr haben Behörden und Verbände die Fantasie ihrer Mitarbeiter bemüht, um den einen oder anderen am 1. April an der Nase herumzuführen.

HB HAMBURG. 17 Kräne, 12 Mönche, die Feng-Shui-Lehre - und eine Achterbahn an der falschen Stelle. An diesem Freitag (1. April) beginnen laut Mitteilung des „Holiday-Parks“ in Hassloch (Rheinland-Pfalz) die Arbeiten zur Versetzung der Achterbahn „Expedition GeForce“. Parkdirektor Wolfgang Schneider, der kürzlich ein chinesisches Kloster besucht hatte: „Der Umbau ist nach der Feng-Shui-Lehre erforderlich!“ Der Clou des Umbaus, der von 12 Mönchen überwacht wird: Die Achterbahn wird nicht demontiert, sondern in einem Stück von 17 parallel arbeitenden Kränen um 12 Meter versetzt.

Pünktlich zum 1. April wird nach Informationen des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt die Pkw-Maut auf allen deutschen Autobahnen eingeführt. Auf Grund der „guten Erfahrung bei der Durchführung der Lkw-Maut“ hat das Bundesverkehrsministerium eine entsprechende Verordnung verfügt. Fünf Cent soll der gefahrene Kilometer auf deutschen Autobahnen kosten. Die Maut wird über die gleiche Technik wie bei den Lkw ermittelt. Die Geräte sollen in der nächsten Woche in Supermärkten preisgünstig angeboten werden, berichtete der Automobilclub. Die ADAC-Zentrale in München distanzierte sich ausdrücklich von der Darstellung des ADAC in Niedersachsen.

Die Sorge um den Bestand der Feldhasen treibt die SPD im Schweriner Landtag um. Sie lädt deshalb Naturfreunde zu einem kostenlosen Lehrgang zum Erwerb der Ehrenamtsbezeichnung „Hasenzähler“ ein. Gelehrt werde nach der Scheinwerfer-Taxations- Methode. In einem einfachen Rechengang sind die durch das Licht reflektierenden Augen des Lepus europaeus zu zählen, mal zwei zu nehmen und dann durch die Anzahl der Hasenpfoten zu teilen. Das Telefonieren am Steuer will die Polizei in Stralsund künftig nachhaltig unterbinden. Vom 1. April an wird sie mit einem Störgerät ausgerüstet, das per Handy geführte Gespräche durch einen elektromagnetischen Impuls sofort unterbricht. Danach ist das Führen von Gesprächen für ein oder zwei Stunden nicht möglich, teilte die Behörde weiter mit.

Kein Aprilscherz ist hingegen die Kritik des bayerischen Grenzortes Kiefersfelden an Bayerns Staatsregierung, die in der humorvollen Drohung gipfelt, sich Österreich anzuschließen. Mit einem symbolischen Übertritts-Fest „Welcome to Austria“ will die Gemeinde an diesem Freitag auf ihre Lage aufmerksam machen. Auf den Ortsschildern stehe dann für einen Tag „Land Tirol“, hieß es dazu im Rathaus. Bürgermeister und Gemeinderat der 7000 Einwohner zählenden Kommune im Inntal bemängeln, dass sie Nachteile etwa bei der Versorgung mit Rettungswagen oder dem digitalen Fernsehempfang hinnehmen müssen.

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