Fernsehauftritte von Klägerin hielten das Thema in der Öffentlichkeit
Schmerzensgeldurteil gegen Stefan Raab rechtskräftig

TV-Moderator Stefan Raab und der Fernsehsender ProSieben müssen wegen derber Späße mit der Essener Schülerin Lisa Loch jetzt endgültig 70 000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

HB KARLSRUHE. Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) wies die Beschwerden der Verfahrensbeteiligten gegen die Nichtzulassung der Revision durch das Oberlandesgericht (OLG) Hamm vom 4. Februar wegen „fehlender grundsätzlicher Bedeutung“ zurück. Damit ist das OLG-Urteil rechtskräftig. Die Vorinstanz hatte das Schmerzensgeld wegen schwerer Verletzung des Persönlichkeitsrechts der jungen Frau verhängt. Sie hatte Raab ursprünglich auf Zahlung von 300 000 Euro verklagt. (AZ: VI ZR 95/04 - Beschluss vom 21. Dezember 2004)

Raab hatte die Gymnasiastin Ende 2001 bei der Wahl zur „Miss Rhein-Ruhr“ entdeckt und sie anschließend in seiner Sendung „TV Total“ (ProSieben) allein auf Grund ihres Namens in die Nähe der Pornobranche gerückt. Die Schülerin hatte dem Gericht erklärt, sie sei zum Gespött ihrer Schule geworden und hätte Beleidigungen auf der Straße über sich ergehen lassen müssen.

Raab-Anwalt Heiko Klatt hatte damals den TV-Moderator vor Gericht in Schutz genommen. „Es war nicht die Absicht, eine Privatperson in einer Weise zu diskreditieren, dass sie darunter leidet“, hatte er erklärt. Durch zahlreiche Interviews und Fernsehauftritte habe Lisa Loch allerdings auch mit dazu beigetragen, dass das Thema bis heute in der Öffentlichkeit geblieben sei.

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