Festival-Auftakt
Rock im Doppelpack

Deutschlands größtes Doppel-Rockfestival „Rock am Ring“ in der Eifel und „Rock im Park“ in Nürnberg hat bereits am Freitag mehrere zehntausend Fans angelockt. Für Begeisterung sorgte nach langer Deutschland-Abstinenz vor allem die Rockband Guns N' Roses.

NÜRBURG/NÜRNBERG. Mehrere zehntausend Fans haben am Freitag den Auftakt des Doppel-Rockfestivals „Rock am Ring“ in der Eifel und „Rock im Park“ in Nürnberg gefeiert. Am Nürburgring rockte das Publikum zu den harten Tönen von Stone Sour und Alice in Chains. In Nürnberg sorgten die Sportfreunde Stiller für Hochstimmung am Eröffnungstag. Das Wetter besserte sich in der Eifel mit jeder Stunde: Nach kühlen Temperaturen am Morgen zeigte sich am Nachmittag die Sonne. Auch in Franken war es pünktlich zur Eröffnung mit den fast schon winterlichen Temperaturen vorbei.

Insgesamt rechneten die Veranstalter mit rund 140 000 Fans bis zum Sonntag. Allein für „Rock am Ring“ seien im Vorverkauf 80 000 Tickets über den Tisch gegangen. An beiden Veranstaltungsorten spielen mehr als 80 Bands, darunter Depeche Mode, Placebo und Metallica sowie Tool, Franz Ferdinand und Reamonn. In der Eifel wurden für die Nacht zum Samstag Guns N' Roses erwartet. Weil die Rockband früher schon Auftritte absagte oder verspätet begann, war Veranstalter Marek Lieberberg vorsichtig. „Ich habe Guns N' Roses mit dem Zusatz angekündigt: ohne Gewähr. Das ist wie bei den Lottozahlen“, sagte er.

Das überwiegend jugendliche Publikum war mit guter Laune angereist. „Wir wollen vor allem feiern. Die Festivalstimmung und die Konzerte sind dafür die perfekte Mischung“, sagten die 19-jährige Liesl und die 20 Jahre alte Steffi aus der Nähe von München, die „Rock im Park“ besuchten. Sie hatten vor zwei Tagen ihre Abiturprüfung bestanden - und feierten den Erfolg gemeinsam mit zwölf Freunden zur Musik ihrer Lieblingsband Sportfreunde Stiller. Nach Angaben der Polizei verlief der Festivalauftakt am Nürburgring friedlich. Am Donnerstagabend habe es einige wenige Verkehrsunfälle mit Sachschäden gegeben. Für einige Angereiste wurde das Campen aber zur regelrechten Schlammschlacht. Der Regen hatte den Boden aufgeweicht. Die Spuren der ersten Partynacht waren an beiden Festivalorten nicht zu übersehen: Zwischen den kreuz und quer aufgebauten Zelten lagen Bierflaschen, leere Suppendosen und verbrannte Kohlestücke vom Grillen.

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