Festivals
Wie gefährlich ist das bunte Holi-Pulver?

Sogenannte Holi-Festivals, bei denen Feiernde buntes Farbpulver in die Luft werfen, werden immer beliebter. Doch nach einem schweren Unfall in Taiwan sorgen sich viele nun um die Sicherheit bei den farbenfrohen Events.
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Berlin/MünchenRosa, Grün, Orange, Gelb stauben die Wolken über den Köpfen – und senken sich auf die jubelnden Menschen, die hinterher glücklich bunt eingestaubte Gesichter haben und aussehen wie Kinder nach einer Fingerfarbenschlacht. Die Menschen tanzen, liegen sich in den Armen. Friedlich, glücklich, ekstatisch – es sieht ein bisschen aus wie ein Revival von Woodstock und Flower-Power.

Rund um den Globus feiern immer mehr Menschen die bunten „Holi“-Festivals, die aus einer alten indischen Tradition eine Party für die Jugend machen. Die Farbfeten boomen. Allein in Deutschland gibt es in diesem Sommer Dutzende der bunten Pop-Konzerte

Jetzt überschattet ein Unglück die Partys. In Taiwan brach bei einer Farbfete in einem Freizeitpark ein Feuer aus, eine 20-Jährige starb. Es gab Hunderte Verletzte, fast 200 Besucher erlitten teils schlimmste Verbrennungen. Farbpulver soll explodiert sein.

Das Pulver besteht aus bunt gefärbtem Mehl – und Mehlstaubexplosionen sind etwa aus Bäckereien bekannt. Gemische aus Staub und Luft können grundsätzlich in die Luft fliegen, zumindest wenn der Staub aus brennbarem Material wie Kohle, Mehl, Holz, Kakao oder Stärke besteht. Die Partikel bringen es auf große Oberflächen, die gut Wärme aufnehmen, schnell oxidieren und sich damit entzünden können.

„Bei einer Explosion braucht man drei Faktoren: Sauerstoff, brennbares Material und als drittes eine Zündquelle“, sagt Sebastian Willer, Explosionsschutz-Experte beim TÜV Süd. Strahler oder elektrische Geräte kämen hier infrage.

„Wir wissen nicht, was die anderen Festivals verwenden. Die Gefahr ist aber kein neues Thema“, sagt ein Sprecher des deutschen Veranstalters Holi Concept. Um die Gefahr zu bannen, habe Holi Concept mit dem deutschen Hersteller schon bei der Entwicklung eng zusammengearbeitet.

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200 Besucher erlitten zum Teil schwere Verbrennungen

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