Fettleibigkeit Europäer werden immer dicker

Einer Studie der Weltgesundheitsorganisation zufolge steht Europa vor einer „Übergewichts-Krise enormer Ausmaße“. Besonders dick kommt es für die Iren. Auch Deutschland ist betroffen. Ein Land wird dagegen schlanker.
Update: 06.05.2015 - 00:29 Uhr 6 Kommentare
Eine übergewichtige Frau in einer Klinik in Leipzig: Einer Studie zufolge wird Übergewicht in Europa zu einem großen Problem. Quelle: dpa
Fettleibigkeit

Eine übergewichtige Frau in einer Klinik in Leipzig: Einer Studie zufolge wird Übergewicht in Europa zu einem großen Problem.

(Foto: dpa)

Kopenhagen/PragIn Europa werden 2030 viel mehr Menschen als bisher mit Fettleibigkeit kämpfen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Europäische Region in Kopenhagen warnt vor einer „Übergewichts-Krise enormer Ausmaße“.

Besonders dramatisch könnte diese Irland treffen: Hier werden bis 2030 nach Annahmen der Gesundheitsexperten fast alle Erwachsenen übergewichtig sein. Doch auch in Ländern, in denen Fettleibigkeit bisher ein geringeres Problem war - wie in Schweden -, sollen die Zahlen steigen.

In der Untersuchung verglichen die Forscher Daten zu Übergewicht (Body-Mass-Index ab 25) und Fettleibigkeit (BMI ab 30) von europäischen Männern und Frauen von 2010 mit Projektionen für 2030. Die Zahlen aus allen 53 Ländern der Europäischen Region präsentierte die WHO anlässlich des Europäischen Kongresses zu Übergewicht in Prag.

Auch die Deutschen werden demnach dicker. Gewichtsprobleme treffen dabei vor allem das männliche Geschlecht. Fast die Hälfte aller Frauen (2030: 47 Prozent; 2010: 44 Prozent) und knapp zwei Drittel der Männer (2010: 62 Prozent; 2030: 65 Prozent) haben den Prognosen der Forscher zufolge im Jahr 2030 Übergewicht. Fast jeder vierte Mann (24 Prozent; 2010: 21 Prozent) und etwas mehr als jede fünfte Frau (21 Prozent; 2010: 15 Prozent) könnten dann fettleibig sein.

Anderorts fällt die Entwicklung den Prognosen zufolge extremer aus. Demnach sind 2030 fast alle erwachsenen Iren übergewichtig. Nahezu die Hälfte der Männer (48 Prozent) und mehr als die Hälfte der Frauen (57 Prozent) in dem Land wird sogar fettleibig sein. In Großbritannien trifft dies auf ein Drittel aller Frauen zu.

Auch Griechenland, Spanien, Schweden, Österreich oder Tschechien müssen sich auf viel mehr Übergewichtige einstellen. Im Jahr 2030 könnten doppelt so viele Griechen adipös sein wie noch 2010. Und während 2010 nur 14 Prozent aller schwedischen Männer fettleibig waren, sollen es 2030 mehr als ein Viertel sein. Der Trend zu mehr Pfunden verschont demnach kaum ein Land.

Nicht nur gesundheitliche Probleme belasten Betroffene
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6 Kommentare zu "Fettleibigkeit: Europäer werden immer dicker"

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  • Jetzt wo es spannend wird, endet der Artikel. Was machen denn die Niederländer besser als z.B. die Deutschen, weswegen sie sich auf dem Wege zur schlanksten Nation befinden? Oder ist dies aus den Gründen des Geldverdienens auf Deutschland nicht umsetzbar?

  • Wie sagte mir ein türkischer Lanzmann zu dem Tode seiner 57-jährigen Frau. Ich habe ihr immer gesagt, sie soll nicht soviel esse.
    Weist Du, die denke sie wären hier im Schlaraffenland. Sie hat Zucker und alles aber immer esse. Ich konnt nix mache. Jetzt tot.
    Aber die meiste meine sie müssen viel essen. Guck doch.

    Kein Fake. Reales Gespräch in der Rhein-Main-Metropole!

  • Die Niederlande haben die beste Krankenhaushygiene und die geringste Fettleibigkeit.
    Warum lernen wir nicht von ihnen und übernehmen ihre Konzepte?

    Weil in Deutschland viele lukrative Geschäftsmodelle auf einer fetten und kranken Bevölkerung beruhen. Und dann müssen die Probleme ja auch alle noch verwaltet werden.

    Gesund und normalgewichtig, nee, das geht doch überhaupt nicht.

    Deshalb fixen wir unsere Kinder auch schön mit Zucker an und überall werden dem hochkalorischen Fressen noch schöne Spielzeuge beigepackt.

  • Die Fettleibigkeit wird teuer, schätze mit vierzig sind die Leute arbeitsunfähig.

  • Das Fernsehprogramm dieser Zielgruppe lebt es doch vor in deren eigener Parallelästhekit. Lauter aufgedunsenes Prekariat in deren bevorzugten Doku-Soaps. Ooops, war das jetzt ein diskriminierendes Vorurteil? Nein, eher Empirik

  • Da braucht man sich nur einmal unsere Minister anzuschauen - einfach "vorbildlich"!

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