Feuer auch in Frankreich
Waldbrände: Evakuierungen in Spanien und Portugal

Auf der iberischen Halbinsel toben die Waldbrände weiter. Im Süden Spaniens und in Portugal sind wegen mehrerer Brände Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser evakuiert worden. Im Norden Portugals griff ein Waldbrand auf ein Dorf über. Ein Rentner starb dabei an Rauchvergiftung. Zwei Dorfbewohner werden vermisst.

HB MADRID. Im dicht bewaldeten Park Sierra de Cazorla in der spanischen Provinz Jaén waren bei einem Gewitter drei Brände ausgebrochen. 150 Urlauber sowie die 60 Bewohner des Dorfes Valdemarín wurden nach Angaben der Behörden in Sicherheit gebracht. Sie wurden in einer Schule und einer Turnhalle einquartiert.

In Spanien bekämpften die Löschmannschaften etwa 20 Waldbrände im ganzen Land. Im Norden und im Zentrum des Landes brachten die Löschmannschaften nach sechstägigem Kampf in den Provinzen León und Avila zwei Großfeuer unter Kontrolle, die über 5000 Hektar Wald vernichtet hatten.

In Nordportugal wurden mehrere Dörfer wegen zahlreicher Waldbrände evakuiert. Eine zunächst nicht genannte Zahl von Wohnhäusern ging in Flammen auf. Insgesamt entspannte sich die Lage jedoch. Am Montag bekämpften die Löschmannschaften noch drei größere Brandherde. „Die kritische Phase der jüngsten Serie von Feuersbrünsten ist überwunden“, schrieb die Zeitung „Diário de Notícias“.

Die Meteorologen sagten für Dienstag ein Ende der Hitzewelle und Schauer voraus. Zuletzt waren die Temperaturen auf bis zu 41 Grad gestiegen. In Portugal und Spanien fielen in diesem Jahr bisher mehr als 170 000 Hektar Wald- und Buschland den Flammen zum Opfer. Dies entspricht etwa der Gesamtfläche von Berlin und Hamburg.

In Frankreich gelang es der Feuerwehr, zwei große Brände im Südosten einzudämmen. In Gréoux-les-Bains bei Manosque in der Hoch- Provence brachten die Löschmannschaften ein Feuer unter Kontrolle, das etwa 1700 Hektar eingeäschert und die Evakuierung von drei Campingplätzen erzwungen hatte. 650 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch im nicht weit entfernten Saint-Martin-les-Eaux kamen die Flammen nicht weiter voran, nachdem sie mehr als 420 Hektar in Mitleidenschaft gezogen hatten, teilte die Präfektur mit.

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