Feuer in Spanien
Waldbrände in Südportugal weitgehend eingedämmt

Die verheerenden Waldbrände in der südportugiesischen Algarve, die viele Urlauber in Angst versetzt hatten, sind weitgehend eingedämmt. In Spanien fachte dagegen der Wind einen Waldbrand neu an.

HB/dpa LISSABON/MADRID/GENF. Bei Maçanet de la Selva in der Nähe der Costa Brava im Nordosten von Spanien entfachte der Wind einen Waldbrand berneut. Er war eigentlich schon unter Kontrolle gebracht worden. In der Schweiz kämpften am Freitag bei einem der schwersten Waldbrände hunderte Helfer gegen die Flammen.

In der Algarve breiteten sich die Flammen nur noch an zwei Brandherden bei Portimão und Silves aus, teilte die Feuerwehr am Freitag mit. Es bestehe die Hoffnung, dass die Brände am Wochenende ganz unter Kontrolle gebracht werden könnten. Die Waldbrände in der Algarve waren vor knapp einer Woche ausgebrochen. Sie breiteten sich mit großer Geschwindigkeit über die Hügel der Serra de Monchique im Binnenland der Region aus. 25 000 Hektar Wald brannten nieder. Bei Lagos hatten sich die Flammen zeitweise der Küste genähert und einen Ascheregen über die Stadt und deren Strände niedergehen lassen. Bei Castelo Branco in Mittelportugal brachen am Freitag zwei neue Waldbrände aus.

6000 Menschen mussten in Spanien in der Nähe der Costa Brava wegen eines neu aufgeflammten Feuers ihre Wohnungen verlassen. Zwei Polizeibeamte wurden verletzt. Auch die Region Extremadura im Südwesten Spaniens wurde von neuen Waldbränden heimgesucht. Bei der Stadt Cáceres mussten mehrere Dörfer evakuiert werden. „Die Lage ist ziemlich kompliziert“, sagte der Chef der Regionalregierung, Juan Carlos Rodríguez Ibarra.

Das Feuer oberhalb der Ortschaft Leuk im Schweizer Kanton Wallis breite sich nicht weiter aus, sagte der Kommandant der Kantonspolizei. Dennoch sollten aus der ganzen Schweiz Feuerwehrleute zusammengezogen werden, um die Glut zu bekämpfen, die bis zu einem Meter tief in den Boden reiche. Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch aus den Nachbarländern Deutschland und Österreich Helfer kämen. Rund 300 Feuerwehrleute und eine Hundertschaft der Schweizer Armee waren am Freitag im Einsatz. Bei andauernder Hitze haben auch in Bulgarien Brände große Waldflächen vernichtet. Möglicherweise sei ein Teil der Feuer absichtlich gelegt worden, hieß es.

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