Feuer von Jülich
Sechster Anschlag auf Häuser desselben Eigentümers

Vor dem Brand von Jülich mit sechs Toten war bereits in fünf anderen Häusern desselben Eigentümers Feuer gelegt worden. Die Häufung in den vergangenen 18 Monaten könne allerdings Zufall sein, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Montag.

HB JÜLICH. Deshalb bringe die Erkenntnis die Ermittlungen nicht entscheidend weiter. Die Leichen der fünfköpfigen albanischen Familie, die wegen des Rauchs durch den Kellerbrand am Donnerstag erstickt war, sollen nach Angaben der Stadt Jülich in den nächsten Tagen zur Beerdigung in die Heimat übergeführt werden. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Eine 82-jährige Frau war leblos in ihrer Wohnung vor der geöffneten Tür gefunden worden. Die Familie hatte vergeblich versucht aus dem Dachgeschoss des dreigeschossigen Hauses durch das stark verqualmte Treppenhaus zu fliehen. Vier Mitglieder kamen im Gebäude ums Leben, ein zweijähriger Junge, der wiederbelebt wurde, starb am Freitag in einer Kölner Klinik.

Für die Todesopfer hat die Stadt Jülich ein Spendenkonto eingerichtet. Der 31-jährige Vater sei 1999 aus dem Kosovo in die Stadt gekommen. Die Familie mit den zwei, drei und fünf Jahre alten Kindern sei 2001 gefolgt.

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