Feuergefecht
Tunesische Polizei erschießt Islamisten

Islamisten verschanzten sich in einem Haus, das die tunesische Polizei stürmte. Beim anschließenden Feuergefecht starben sechs Islamisten. Der Kampf gegen Terrorismus hat in Tunesien neue Ausmaße angenommen.
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Oued ElilKurz vor der Parlamentswahl in Tunesien haben Sicherheitskräfte bei einem Feuergefecht mit militanten Islamisten sechs Menschen getötet. Nach Angaben der Behörden vom Freitag handelte es sich bei den Toten um fünf Frauen und einen Mann. Der Vorfall habe sich in Oued Ellil westlich der Hauptstadt Tunis ereignet, wo sich in einem Haus mindestens zwei Islamisten und mehrere Frauen und Kinder verschanzt hätten.

Als die Polizei das Gebäude gestürmt habe, sei es zu dem Schusswechsel gekommen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Am Mittwoch war in dem Ort bei einem Zusammenstoß mit Islamisten ein Polizist getötet worden.

Im Vorfeld der Wahl am Sonntag gehen die tunesischen Sicherheitskräfte verstärkt gegen mutmaßliche Extremisten vor. Der Urnengang gilt als wichtiger Test für das nordafrikanische Land auf dem Weg zur Demokratie. Der arabische Frühling hatte 2011 mit dem Sturz des autokratischen Herrschers Zine el-Abidine Ben Ali in Tunesien seine Ausgang genommen. Seither vollzieht das Land den Wandel zur Demokratie, während andere Staaten der Region wie Syrien zunehmend in Chaos und Bürgerkrieg versinken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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