Finger gingen verloren
Gärtner ließ sich verstümmeln

Einem Gärtner hat das Landgericht Würzburg vorgeworfen, dass er sich von einem Komplizen Daumen und Zeigefinger hat abtrennen lassen, um 42 000 Euro von der Versicherung zu kassieren. Der Verstümmelte beteuerte vor Gericht seine Unschuld.

HB WÜRZBURG. Zwei Männer müssen sich wegen eines Versicherungsbetruges um zwei abgesägte Finger sich seit Dienstag vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Die Anklage wirft einem Gärtner vor, dass er sich Daumen und Zeigefinger seiner linken Hand von einem Komplizen absichtlich mit einer Kettensäge hat abtrennen lassen. Von zwei Unfallversicherungen hatte der 58-Jährige insgesamt 42 000 Euro kassiert. Vor Gericht beteuerte er seine Unschuld.

Er habe am 26. Januar 2002 mit dem damaligen Lebensgefährten seiner Tochter Bretter gesägt, sagte der 58-Jährige. Als ein Brett abrutschte und er danach griff, sei er mit der Hand in die von dem 28-Jährigen bediente Kettensäge gekommen. Als die Finger im Krankenhaus wieder angenäht werden sollten, waren sie verschwunden. Der Gärtner gab an, er habe die in einem Müllsack transportierten Finger auf dem Weg in die Klinik verloren. Sie blieben verschwunden.

Der mutmaßliche Komplize ist wegen Beihilfe zum Betrug und schwerer Körperverletzung angeklagt. Er soll 3 000 Euro erhalten haben. Vor Gericht verweigerte der 28-Jährige die Aussage.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%