Fischer in Holzboot
Nordkoreaner an Japans Küste gestrandet

Bereits zum zweiten Mal in wenigen Tagen hat die japanische Küstenwache Fischer aus Nordkorea aus der Seenot gerettet. Acht Männer aus dem isolierten kommunistischen Land waren im Boot vor Japan gestrandet.
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TokioAcht Männer, die nach eigenen Angaben aus Nordkorea stammen, sind in Japan gestrandet. Die Männer seien am späten Donnerstagabend (Ortszeit) gefunden worden, teilte die Polizei der Präfektur Akita mit. Zuvor habe es Anrufe gegeben, in welchen von einer verdächtigen Gruppe Männer die Rede war, die in der Küstenstadt Yurihonjo unterwegs waren. Die Polizei fand zudem ein Holzboot in einem nahegelegenen Hafen.

Die acht Männer befanden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand und sprachen Koreanisch, wie die Polizei mitteilte. Sie gaben an, aus Nordkorea zu sein und auf See gefischt zu haben, bevor ihr Boot kaputt ging und an Land gespült wurde. Der Vorfall wurde untersucht.

Die Ermittlungen sollten auch die Möglichkeit illegaler Fischerei einschließen, erklärte Kabinettssekretär Yoshihide Suga. Eine Woche zuvor hatte die Küstenwache drei Männer von einem gekenterten Fischerboot an der Nordküste Japans gerettet. Sie wurden wenige Stunden später mit einem anderen nordkoreanischen Boot zurück in ihr Heimatland geschickt.

Japan und Nordkorea unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern sind angesichts der vergangenen Geschichte und aktuellen Raketentests Nordkoreas hoch. Das Meer zwischen Japan und Nordkorea ist für seine guten Fischgründe bekannt. Boote aus China und Nordkorea wurden dort bereits beim illegalen Fischen erwischt. Bootswracks, die vermutlich aus Nordkorea stammen, werden regelmäßig in Japan angespült.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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