Flashmob am Kölner Dom
Facebook-Protest gegen staatlich verordnete Feierpause

Kann denn Tanzen Sünde sein? Definitiv nicht, meinen die Gegner des Tanzverbots an Karfreitag und protestieren auch via Facebook. Sogar vor dem Kölner Dom wollen die Initiatoren die Hüften schwingen.
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DüsseldorfAlle Jahre wieder dieselbe Diskussion: An Karfreitag, einem der so genannten „Stillen Feiertage“, sind Tanzveranstaltungen und andere Vergnügungen per Gesetz verboten. Vor allem die jüngere Generation ärgert sich darüber - und hinterfragt den Sinn der staatlich verordneten Feierpause.

Protest formiert sich längst auch in den virtuellen Welten des Web 2.0: Bei Facebook gibt es gleich mehrere Seiten und Gruppen, in denen sich Gegner des Tanzverbots aus ganz Deutschland organisieren. Die größte Gemeinschaft hat sich unter dem Motto „Gegen das Tanzverbot an FEIERtagen“ gebildet:

Fast 20.000 Facebook-Nutzer „liken“ die Seite, die sich vor allem gegen das Tanzverbot in Bayern richtet. „Tanzen ist DER Ausdruck von Freude und Feierlichkeit schlechthin! An den Feiertagen ist es in Bayern neun Mal pro Jahr verboten. Das wollen wir ändern“, erklären die Initiatoren der Page, die schon seit drei Jahren online ist.

Relativ neu hingegen ist die Facebook-Seite „Zum Teufel mit dem Tanzverbot“, auf der ein Flashmob organisiert wird. Am Karfreitag, 6. April, soll aus Protest vor dem Kölner Dom „ordentlich das Tanzbein geschwungen“ werden: „Schnappt Euch Eure MP3-Player samt Kopfhörer und kommt um 19 Uhr zum Dom“, rufen die Initiatoren auf.

Die Aktion, an der sich aktuell rund 200 Facebook-Nutzer beteiligen wollen, findet nicht nur Befürworter. Im Netz wird sie kontrovers diskutiert. „Ich finde es sehr schade, dass Ihr keine andere Weise findet, Eure Bedenken zum Ausdruck zu bringen, als gezielt die Gefühle anderer verletzen zu wollen“, schreibt Facebook-Nutzer Steve Henkel.

Freiheit stehe nicht nur lose für sich, sondern habe stets auch mit Respekt und Verantwortung zu tun. „Davon lässt die Aktion nichts erkennen“. Doch es gibt auch andere Stimmen. „Schöner Anlass und der richtige Ort, das werde ich mir wohl mal anschauen“, heißt es beispielsweise in den Kommentaren des Weblogs „Ruhrbarone", der über den Aufruf berichtet hat.

Seite 1:

Facebook-Protest gegen staatlich verordnete Feierpause

Seite 2:

Tanzen gegen das Tanz-Verbot

Kommentare zu " Flashmob am Kölner Dom: Facebook-Protest gegen staatlich verordnete Feierpause"

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  • a) es handelt sich um den höchsten Feiertag der Evangelen. Und b) Dann schaffen wir doch einfach alle religiösen Feiertage ab. Dann werden wir schon sehen, was wir davon haben, religiöse Bräuche total zu mißachten.

  • Wenn sich die Piratenpartei so sehr dafür einsetzen möchte, dass das Tanzverbot am Karfreitag abgeschafft werden soll, weil ja niemand mehr religiös ist- warum schaffen sie dann nicht einfach gleich alle religiösen Feiertage ab??? Die braucht dann ja auch niemand mehr... Liebe Piraten, wollt Ihr wirklich, dass sich die Anzahl an Feiertagen in Deutschland auf 3 nicht-religiöse Feiertage beschränkt? Oder kann man dann doch auch mal zwei Tage im Jahr in Kauf nehmen, dass aus religiöser Rücksichtnahme mal nicht gefeiert werden darf?!?

  • Anstatt die Religion zu berücksichtigen, querstellen und solche dummen Aktionen machen. Haben die keine anderen Hobbys, auch wenn es Atheisten sind?

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