Fleet Week
Auf dem Marinesegler in den New Yorker Hafen

Es ist Fleet Week in New York: Eine Armada von Kriegsschiffen kommt zum Big Apple. Vorne weg das Segelschulschiff Eagle, das Prunkstück der US-Marine, das auch für Deutschland eine besondere Bedeutung besitzt. Ein Besuch an Bord.
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New YorkVier Matrosen ziehen am Seil: „Hi-Ho“, rufen sie bei jedem Zug. Das Außenklüver flattert träge im Wind, als es hoch kommt. Von den insgesamt 23 Segeln der Eagle werden nur eine Handvoll gesetzt. Es herrscht Flaute, der Dreimaster soll schön beim Einlaufen in den New Yorker Hafen aussehen. Also rufen die blauen Uniformen weiter „Hi-Ho“ und hieven noch das Großsegel und die Fock nach oben. Doch der Dieselmotor trägt das Schiff mit seiner 170 starken Mannschaft unter der Verrazzano Bridge an der Freiheitsstatue vorbei nach Manhattan.

Die Eagle ist das Prunkstück der amerikanischen Marine. Obwohl es zur US-Küstenwache gehört, führt es eine ganze Flotte von Kriegsschiffen an, darunter eine Handvoll Zerstörer oder die USS Wasp, ein Amphibienschiff fast von der Größe eines Flugzeugträgers. Zum 25. Mal findet die „Fleet Week“, die Flottenwoche in New York statt, sieben Tage lang kann jedermann sich die Schiffe ansehen. Matrosen in Uniform strömen in die Stadt und erinnern viele New Yorker daran, was sie auf ihrem Weg nach Wall Street oft vergessen: New York ist einer der größten Häfen Amerikas.

Für Deutschland besitzt die Eagle eine besondere Bedeutung: Das Segelschulschiff wurde 1936 als SSS Horst Wessel von der Werft Blohm und Vossel in Hamburg gebaut. Der Dreimaster ist ein wenig länger gebaut als die originale Gorch Fock, gleicht sonst aber dem legendären Schiff. Die Amerikaner übernahmen die Horst Wessel nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Reparationsleistung, die seitdem unter dem Namen Eagle unzählige Matrosen ausbildete. Entsprechend kennt Kapitän Eric Jones die Gorch Fock sehr gut, die nach zwei Unfällen derzeit in Kiel im Hafen liegt. „Das ist eine Schande“, sagt Jones, der seit drei Jahren die Eagle führt.

Bei der Mündung am Hudson River ertönt ein langer Pfiff mit der Schiffspfeife. Die Matrosen in blauer Arbeitsuniform mit blauer Baseball-Kappe oder Ausgehuniform mit hellblauen Hemd und weißer Mütze stehen stramm an der Reling. Die Hände an die Seite gepresst, den Blick nach vorne auf das ehemalige World Trade Center. Nach dem Gedenken den Terroranschlag im September 2001 ertönt wieder ein Pfiff. Die Mannschaft eilt an Backbord, um sich aufzustellen und die sieben Segelschiffe aus Kolumbien, Frankreich oder Ecuador zu begrüßen.

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Warum Segelschiffe für die Ausbildung unersetzlich sind

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