Fliegerbomben in Hannover
Zweitgrößte Evakuierung der Nachkriegszeit

50.000 Menschen müssen am Sonntag in Hannover evakuiert werden. Das ist die zweitgrößte deutsche Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Grund: 13 Punkte seien verdächtig, Kriegsbomben zu beherbergen.
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In Hannover laufen die Vorbereitungen für eine der größten Evakuierungsaktionen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Wegen eines möglichen Bombenfundes müssen am Sonntag rund 50.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Eine größere Aktion gab es bisher nur in Augsburg: Dort waren im Dezember vergangenen Jahres 54.000 Menschen von einer Bombenentschärfung betroffen gewesen.

Trotz aller vorangegangenen Sondierungen wird sich aber erst am Sonntag zeigen, ob sich alle 13 Verdachtspunkte in Hannover bestätigen, sagte der Leiter der Kampfmittelbeseitigung Niedersachsen, Thomas Bleicher. Die Behörde verfügt für Niedersachsen über 130.000 Luftbilder der Alliierten, deren Auswertung aber lediglich eine Vermutung zulässt, wo noch Blindgänger im Boden liegen könnten.

Bei einer Sondierung vor Ort lässt sich klären, ob sich größere Metallteile im Boden befinden. Diese entpuppen sich beim Start einer Entschärfungsaktion aber durchaus schon mal als eine alte Waschmaschinentrommel oder wie jüngst in Hannover als alte Brunnenfilter einer Kleingartenanlage. Erst wenn die Experten sich bei Grabungsarbeiten bis auf etwa einen Meter dem Verdachtspunkt nähern, zeigen sich meist erste Hinweise auf die Bombe, wie etwa das beim Einschlag abgerissene Leitwerk oder verfärbtes Erdreich.

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