Flüsse schwellen weiter an
Hochwasser-Tote in Tschechien und Österreich

Es herrscht weiter Katastrophenalarm in mehreren Regionen Deutschlands. Auch in Tschechien und Österreich hat sich die Lage in den Hochwassergebieten verschärft – insgesamt kamen vier Menschen ums Leben.
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Berlin/Prag/Warschau/MünchenIn den Hochwassergebieten im Osten und Süden Deutschlands hat sich die Lage weiter verschärft. Vor allem Bayern und Sachsen waren von Überschwemmungen betroffen, in mehreren Regionen galt am Montag weiter Katastrophenalarm. In Tschechien und in Österreich kamen insgesamt vier Menschen ums Leben.

In Bayern war die Lage an Donau und Inn besonders kritisch. An den südlichen Donauzuflüssen Paar, Ilm, Abens sowie Kleiner und Großer Vils verschärfte sich die Lage laut Hochwassernachrichtendienst. Mancherorts wurden neue historische Höchstwerte erreicht. In Passau wurden am Vormittag Scheitelstände für den Inn um 9,50 Meter und an der Donau um zwölf Meter erwartet.

Passau und andere Städte wie Rosenheim riefen Katastrophenalarm aus. In Kolbermoor bei Rosenheim brach ein Damm. Die bayerische Staatsregierung setzte einen Krisenstab ein, um die Maßnahmen der Regierung vorzubereiten und zu koordinieren. Auch am Main war die Situation angespannt.

In Sachsen meldeten die Behörden Hochwasser für Elbe, Schwarze und Weiße Elster sowie für die Spree. In Chemnitz galt am Sonntag die Hochwasseralarmstufe 4, dort mussten zahlreiche Straßen gesperrt werden. Die Behörden warnten vor einer Verschärfung der Lage durch weitere Regenfälle. In Sachsen stieg auch die Mulde über die Ufer und überflutete Teile der Kleinstadt Grimma. Auch in Baden-Württemberg blieb die Lage angespannt. Hochwasserschwerpunkte waren das Neckargebiet und das Allgäu. Am oberen Neckar gingen die Wasserstände seit Sonntag aber zurück.

In Bayern, Baden-Württemberg sowie in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt kam es zu Störungen im Zugverkehr. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren sowohl der Fern- wie auch der Regionalverkehr betroffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte den am stärksten betroffenen Bundesländern ihre Unterstützung zu. In den Hochwassergebieten im Süden und Osten kam den Bewohnern am Sonntag bereits die Bundeswehr zur Hilfe. Im bayerischen Berchtesgaden waren laut Bundesverteidigungsministerium 100 Soldaten im Kampf gegen das Hochwasser im Einsatz, auch im sächsischen Landkreis Zwickau halfen Soldaten. Auch in Frankreich sorgten steigende Pegel für Besorgnis. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen des elsässischen Rheinufers.

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