Flugabbruch bei Air Berlin
Mutmaßlich randalierende Passagiere wieder frei

Betrunken und aggressiv: Zwei Gäste an Bord eine Air-Berlin-Flugs in die Dominikanische Republik randalierten so vehement, dass die Maschine umkehren musste. Den Verdächtigen droht nun eine Klage der Fluggesellschaft.
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KölnZwei Männer, die durch Randale den Abbruch eines Air-Berlin-Fluges veranlasst haben sollen, sind nach einigen Stunden in Polizeigewahrsam wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft habe keinen Grund gesehen, einen Haftbefehl zu beantragen, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Samstag. Für den schwerwiegenden Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr habe sie keinen Anlass gefunden. Nach Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung seien die beiden nicht aus Deutschland stammenden Männer wieder freigelassen worden. Sie dürfen ausreisen.

Die beiden Passagiere sollen am Freitag auf einem Flug von Düsseldorf in die Dominikanische Republik einen Mitreisenden massiv attackiert haben, auch handgreiflich. Weil auch Besatzungsmitglieder die 19 und 36 Jahre alten Männer nicht bändigen konnten, entschloss sich der Pilot zur Umkehr. Wegen besserer Landebedingungen wurde das Flugzeug nach Köln/Bonn dirigiert.

Mit noch 281 Passagieren an Bord landete die Maschine nach Angaben der Fluggesellschaft in der Nacht zum Samstag sicher am Zielort Punta Cana - mit fast sieben Stunden Verspätung. Eine Sprecherin von Air Berlin sagte, das Unternehmen behalte sich alle juristischen Schritte gegen die beiden Männer vor. Mit Air Berlin fliegen dürften sie nie mehr. Die Passagiere hätten Verständnis für die Entscheidung zur Umkehr gehabt. Für den Weiterflug musste eine neue Besatzung eingesetzt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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