Flugchaos
Wütende Brasilianer protestieren gegen Regierung

Mehr als 6000 Menschen haben in Sao Paulo auf einer Protestkundgebung an das schwere Flugzeugunglück auf dem Flughafen Congonhas erinnert, bei dem am 17. Juli mindestens 199 Menschen ums Leben kamen. Die Demonstranten nahmen kein Blatt vor den Mund. Alle machten ein und den selben Schuldigen aus.

HB SAO PAULO. Bei dem Protest in der Stadt Sao Paolo warfen sie der Regierung vor, nur unzureichend auf die schon länger währende Krise in der Luftfahrt des Landes reagiert zu haben. Unter den Demonstranten waren auch Angehörige der Opfer des Unglücks. „Korrupte und inkompetente Beamte haben meine Tochter umgebracht“, klagte Mauricio Pereira, dessen 22-jährige Tochter zu den Passagieren der Unglücksmaschine gehörte.

Pereira und viele andere warfen Blumen auf das bei dem Unglück zerstörte Gebäude, in das das Flugzeug gerast war, nachdem es auf der regennassen Landebahn nicht zum Stillstand gekommen war. Die Landebahn wurde am Freitag wieder für den Flugverkehr freigegeben, allerdings nur bei trockenem Wetter.

Es war das zweite schwere Flugzeugunglück binnen zehn Monaten in Brasilien. Im September 2006 war eine Boeing 737 nach einer Kollision mit einem Privatflugzeug in den Amazonas-Regenwald gestürzt. Dabei starben 154 Menschen.

Zudem kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Chaos mit stundenlangen Verspätungen im Flugverkehr. Der brasilianische Flugverkehr steckt seit Jahren in einer Krise, der Regierung wird vorgeworfen, nicht genügend in den Ausbau der Infrastruktur und der Sicherheit investiert zu haben.

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