Flughafen-Ausbau
Anschlag auf Auto von Fraport-Manager

Auf den Dienstwagen eines hochrangigen Mitarbeiters des Flughafenbetreibers Fraport ist in der Nacht ein Brandanschlag verübt worden. Die Behörden halten einen politischen Hintergrund für möglich: Der Manager ist offenbar der Projektleiter des umstrittenen Flughafen-Ausbaus.

HB FRANKFURT. Wie die Polizei in Wiesbaden mitteilte, gescha die Tat im südhessischen Roßbach. Unter dem Geländewagen des Fraport-Managers wurden demnach zwei Brandbeschleuniger gefunden. Das Landeskriminalamt schließt daher einen politischen Hintergrund nicht aus. Nach Polizeiangaben beobachteten Zeugen, wie sich ein Auto mit hoher Geschwindigkeit vom Brandort entfernte. Kurz darauf ging der Wagen in Flammen auf.

Auf dem größten deutschen Flughafen soll eine vierte Start- und Landebahn gebaut werden. Dagegen hatten Anwohner und Naturschützer jahrelang eund schließlich erfolglos protestiert.

Für den Ausbau hat Fraport wie angekündigt rund 50 Prozent der benötigten Waldfläche gerodet. Bis Ende 2009 sollen die übrigen Bäume gefällt sein. Bereits im Sommer will das Unternehmen mit dem Bau der Flugzeug-Brücken über die Autobahn A3 beginnen. Über diese Brücken sollen die Flugzeuge von der neuen Landebahn zu den Terminals gelangen.

Die Landebahn soll wie bereits angekündigt zum Winterflugplan 2011 in Betrieb gehen. Laut Finanzvorstand Matthias Zieschang will Fraport den Ausbau mit drei Mrd. Euro aus eigenen freien Mitteln bestreiten. Zudem habe man sich bereits 2,2 Mrd. Euro am Kapitalmarkt gesichert. Bis zum Jahr 2015 will Fraport insgesamt sieben Mrd. Euro in Ausbau und Erneuerung des Flughafens investieren.

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