Fluglotsen-Protest
Ein kurzer Streik legt Brasiliens Luftverkehr lahm

Einige wenige Stunden haben ausgereicht, um Brasiliens Flughäfen ins Chaos zu stürzen. Nachdem die brasilianischen Fluglotsen am Freitag sämtliche Flughäfen des Landes bestreikt hatten, waren die Auswirkungen noch den gesamten Samstag über spürbar.

HB RIO DE JANEIRO. Ein nur wenige Stunden dauernder Streik der brasilianischen Fluglotsen hat den Luftverkehr des südamerikanischen Landes ins Chaos gestürzt. Tausende Passagiere warteten auch am Samstag nach dem Ende des Ausstands auf den Flughäfen vergeblich auf ihre Flüge. Es werde noch mindestens vier Tage dauern, bis sich die Lage normalisiert habe, berichtete die Zeitung „Folha de Sao Paulo“. Die Fluglotsen hatten die Arbeit am Freitagnachmittag eingestellt, um ihren Forderungen nach höheren Gehältern, besseren Arbeitsbedingungen und einem Ende der militärischen Kontrolle des Flugverkehrs Nachdruck zu verleihen. Auf den 49 wichtigsten Flughäfen des Landes wurde der Flugverkehr bis auf ganz wenige Ausnahmen eingestellt.

Die Luftwaffe, der fast alle Fluglotsen unterstehen, behandelte den Streik als „Meuterei“ und hatte die Festnahme von mindestens 18 der Kontrolleure anordnen lassen. Etwa 200 Fluglotsen besetzten ein Kontrollzentrum in Brasilia, das für die Überwachung eines Großteils des Luftverkehrs im Lande zuständig ist. Die Vereinbarung zur Beendigung des Streiks sieht vor, dass die Teilnehmer nicht bestraft werden und Verhandlungen über die Überführung der Luftüberwachung in zivile Hände begonnen sowie Gespräche über Gehaltserhöhungen aufgenommen werden.

Bereits seit Oktober vergangenen Jahres leisten die brasilianischen Fluglotsen einen Dienst nach Vorschrift, der zu Verspätungen und teilweise chaotischen Zuständen geführt hat.

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