Flugsimulator
Deutsche stirbt nach Besuch in "Disney World"

Eine 49-jährige Deutsche ist nach einem simulierten Weltraumflug im Freizeitpark „Walt Disney World“ in Orlando (US-Bundesstaat Florida) gestorben.

HB ORLANDO. Das hat das Unternehmen am Donnerstag bestätigt. Demnach hatte die Urlauberin aus dem hessischen Schmitten (Hochtaunus) am Dienstag nach einer Fahrt mit dem Marsflug-Simulator „Mission: Space“ über Übelkeit und Schwindel geklagt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie am Mittwoch starb. Eine Obduktion an diesem Freitag sollte klären, ob die Deutsche möglicherweise unter Bluthochdruck oder anderen Gesundheitsproblemen litt.

Disney sprach den Hinterbliebenen tiefes Mitgefühl aus und sicherte ihnen Unterstützung zu. Derweil wurde die populäre High- Tech-Anlage nach einer gründlichen Überprüfung durch Ingenieure des Unternehmens am Donnerstag wieder geöffnet.

Die Frau aus Hessen ist das zweite Opfer der Raumfluganlage in weniger als einem Jahr. Im vergangenen Sommer hatte ein vierjähriger Junge nach der Flugsimulation das Bewusstsein verloren und war im Krankenhaus gestorben. Die Autopsie ergab, dass er unter einem unregelmäßigen Herzschlag durch eine Anomalie seines Herzmuskels gelitten hatte. Disney warnt Besucher der Attraktion auf Tafeln, den simulierten Weltraumflug bei Herz- und Kreislaufschwäche sowie Rücken- oder Nackenproblemen nicht zu wagen.

„Mission:Space“ war erst in 2003 eröffnet worden. Seitdem haben nach Disney-Angaben vom Donnerstag bereits 11,8 Millionen Gäste den „Marsflug“ mitgemacht. Zwölf von ihnen wurden danach wegen gesundheitlicher Probleme über Nacht in einem Krankenhaus beobachtet und behandelt.

Die Anlage ist die mit Abstand populärste Attraktion im High-Tech-Park „Epcot“, einem von mehreren in dem Disney-Freizeitpark bei Orlando in Florida. Disney gab rund 100 Millionen Dollar (83 Millionen Euro) für das simulierte Weltraummanöver aus. Dabei wird in einer Fliehkraftanlage enormer Druck erzeugt, so dass Teilnehmer in den Raumschiffen nachgestalteten Kabinen das Gefühl eines Raketenstarts vermittelt wird. Nasa-Chef Sean O'Keefe persönlich hatte Disney bescheinigt, dass der „Flug äußerst realitätsnah ist“.

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