Flugverbot
Asche-Wolke legt Berliner Flughäfen lahm

Die Vulkanasche-Wolke hat massive Auswirkungen auf den Flugverkehr: Nach Hamburg und Bremen wurden nun auch die Berlin Flughäfen geschlossen. Es gibt aber auch einen Lichtblick für die Reisenden.
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Frankfurt/London/Reykjavik

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Grimsvötn beeinträchtigt massiv den Flugverkehr in Norddeutschland. Nun wird auch der Berliner Luftraum von elf Uhr an gesperrt. Das teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen am Morgen mit. Zuvor waren schon Bremen und Hamburg keine Starts und Landungen mehr freigegeben worden.

In Bremen gilt das Verbot ab 5.00 Uhr, in Hamburg ab 6.00 Uhr. Der Airport Hannover liege an der Grenze des kontaminierten Luftraums, hier sei derzeit keine Prognose möglich. Wie lange es zu Beeinträchtigungen kommen werde, sei derzeit nicht abzusehen.

Der Flughafen Hannover, dem ebenfalls ein Flugverbot drohte, werde aber wohl ohne Beeinträchtigungen davonkommen. "Die Aschewolke zieht an Hannover vorbei, so wie es im Moment aussieht", sagte Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS). Über eine Einstellung des Flugbetriebs auf den Flughäfen in Berlin sei noch keine endgültige Entscheidung möglich. Man hoffe, dass sich die Prognose des Wetterdienstes bestätigt und der Wind die Aschewolke Richtung Nord-Nordost von der Hauptstadt wegdrücken wird. "Im Moment müssen wir aber noch davon ausgehen, dass Berlin auch in den nächsten Stunden betroffen sein wird", sagte Raab.

Der Frankfurter Flughafen ist am Mittwoch weitgehend von einem Flugchaos durch die Aschewolke aus Island verschont geblieben. Lediglich die Verbindungen in die seit dem Morgen gesperrten Flughäfen Bremen und Hamburg wurden vorerst bis 14.00 Uhr annuliert. Nach Auskunft des Flughafens waren davon 20 Flüge betroffen.

An den Lufthansa-Schaltern für die betroffenen Flüge standen am frühen Mittwochmorgen nur wenige Fluggäste Schlange. Sie wurden mit Zugtickets entschädigt.

Wegen der Schließung von Teilen des Luftraums über Großbritannien fielen am Dienstag nach Angaben der europäischen Flugsicherung Eurocontrol etwa 500 Flüge aus. Bis Mittwoch sei noch mit Beeinträchtigungen am Himmel über Teilen Dänemarks,
Norwegens und Schwedens zu rechnen.

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  • Die Aschewolke kommt im rechten Moment:

    Exakt wie vor einem Jahr - als es das erste mal hieß: Rettungspaket für Griechenland!

    Mein Verdacht: Unter Island verbrennen die wertlose Staatsanleihen sowie toxische Wertpapiere !

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