Flugzeug ausgebrannt
Flammendes Inferno auf Java

Auf der indonesischen Insel Java hat ein Passagierflugzeug im Landeanflug Feuer gefangen und ist nach dem Aufsetzen ausgebrannt. Dutzende von Passagieren entkamen der Flammenhölle nicht; unter ihnen vermutlich australische Regierungsvertreter und Journalisten.

HB JAKARTA. Nach Berichten lokaler Medien kamen 49 Menschen ums Leben. Mehr als 90 Passagiere sollen das Unglück überlebt haben. Die Maschine mit 140 Menschen an Bord war brennend über die Landebahn auf Yogyakarta hinausgeschlittert. 16 Menschen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht; viele erlitten schwere Verbrennungen. 22 Leichen wurden nach Stunden aus dem ausgebrannten Wrack geborgen.

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono ordnete eine Untersuchung an. Die Ermittler sollen Gerüchten über Sabotage auf den Grund gehen, sagte ein Kabinettssprecher. An Bord der Maschine befanden sich auch neun australische Regierungsvertreter und Journalisten, die Außenminister Alexander Downer zu einer Antiterrorkonferenz nach Jakarta begleitet hatten. Der Minister befand sich nicht an Bord. Australien hat angeboten, ein medizinisches Team zur Versorgung der Verletzten zu entsenden.

Die Boeing 737-400 mit 133 Passagieren und sieben Crewmitgliedern war offenbar unmittelbar vor der Landung in Yogyakarta auf Java in Schwierigkeiten geraten. Überlebende berichteten von Explosionen und Rauch an Bord. Wegen der Hitze konnte die Feuerwehr den ausgebrannten Rumpf stundenlang nicht betreten. „Die Lage ist chaotisch, weil viele Leute mit Krankenwagen und Privatautos in verschiedene Krankenhäuser gebracht wurden“, berichtete der australische Journalist Mark Forbes, der eine frühere Maschine nach Yogyakarta genommen hatte.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes sind keine Deutschen unter den Toten und Verletzten. Es seien keine Bundesbürger an Bord der verunglückten Maschine gewesen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch auf Anfrage in Berlin. Die deutsche Botschaft in Jakarta stehe aber weiterhin in Kontakt mit den indonesischen Behörden.

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