Flugzeugkatastrophen
Hintergrund: Können der Piloten ist entscheidend

Immer wieder gibt es bei Flugzeugkatastrophen für viele Menschen Glück im Unglück - sie überleben, obwohl ihre Maschine zerstört wurde. Was oft als Wunder dargestellt wird, ist häufig dem Können der Piloten zuzuschreiben.

HB HAMBURG. Einige der letzten spektakulären Fälle: Am 16. März 2005 entkamen 24 von 52 Menschen einer im russischen Polargebiet abgestürzten Maschine dem Tod. Am 22. Juni 2003 überlebten 23 der 24 Insassen einer französischen Canadair CRJ-100 nahezu unversehrt einen Absturz nahe Brest (Frankreich). Den Crash beim Landeanflug einer Boeing 737- 500 der ägyptischen Fluggesellschaft EgyptAir auf Tunis am 7. Mai 2002 überlebten 48 der 62 Menschen an Bord. Am 31. Oktober 2000 kollidierte ein Jumbo der Singapore Airlines beim Start in Taipeh mit zwei Baggern; 96 von 179 Menschen überlebten das Inferno.

Am 12. Juli 2000 machte ein mit deutschen Kreta-Urlaubern besetzter Airbus der Hapag-Lloyd eine Bruchlandung in Wien; nur sieben Insassen wurden verletzt. Pilot und Rettungsmannschaften war es zu verdanken, dass beim Unfall einer DC-10 in Fukuoka (Japan) im Juni 1996 nur drei von 275 Menschen zu Tode kamen. Elf von insgesamt 145 Menschen an Bord starben bei einem Flugzeugabsturz am 1. Juni 1999 in Arkansas.

Nach dem Absturz einer chinesischen Maschine in Südkorea im April 2002 wies die deutsche „Pilotenvereinigung Cockpit“ auf Untersuchungen hin, wonach durchschnittlich mehr als die Hälfte der Insassen Unglücke überlebten. Dabei spiele die Bodennähe eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gelte auch: „Je langsamer das Flugzeug ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit zu überleben.“

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