Flugzeugunglück
„Es war wie ein Erdbeben“

Beim Absturz eines iranischen Militärflugzeugs auf ein Hochhaus in der Hauptstadt Teheran sind am Dienstag nach offiziellen Angaben 104 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Bürgermeisters überlebte keiner der 94 Insassen des Transportflugzeugs das Unglück. 10 Menschen wurden in dem zehnstöckigen Gebäude getötet. 90 weitere Bewohner wurden verletzt. Die Maschine vom Typ C-130 raste offenbar wegen eines technischen Defekts beim Landeanflug auf den Flughafen Mehrabad in das Hochhaus im belebten Aseri-Viertel und ging sofort in Flammen auf.

HB TEHERAN. Ein Polizeisprecher sagte am Abend dem staatlichen Fernsehen, bei dem Unglück seien 94 Passagiere und Crewmitglieder sowie 10 Bewohner des Hochhauses, auf das die Maschine gestürzt war, gestorben. Zuvor war von 116 Todesopfern die Rede gewesen. Unter den Opfern sind vor allem inländische Journalisten und Fotografen. Nach Augenzeugenberichten lag das Wrack der Maschine neben dem Wohngebäude.

Nach dem Absturz gingen das Flugzeug und das Haus in Flammen auf. Das Feuer war nach wenigen Stunden gelöscht. Alle Leichen wurden geborgen. Alle Verletzten seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete Radio Teheran. Einige von ihnen seien in kritischem Zustand. Tausende Menschen versammelten sich vor dem ausgebrannten Hochhaus und suchten nach Angehörigen. Die Polizei riegelte das Gebiet, über dem eine große Rauchwolke stand, weiträumig ab. Über dem Absturzgebiet kreisten Hubschrauber, um sich ein Bild vom Ausmaß der Tragödie zu machen. Nach Augenzeugenberichten war das Gebäude nicht eingestürzt.

„Ich saß gerade in meinem Laden, als ich das Flugzeug aus der falschen Richtung kommen sah“, sagte ein Augenzeuge. „Wir sind an Flugzeuge hier gewöhnt, aber ich dachte sofort: „Oh mein Gott, das kommt runter'.“ Dann sei die Maschine mit einem lauten Krach in das Haus geknallt und Rauch stieg auf.

„Es war wie ein Erdbeben“, sagte der Händler Resa Sadeki. Die Wucht des Aufpralls der Maschine habe ihn drei Meter weit in seinen Laden geschleudert. Die Hitze und die Flammen seien „wie die Hölle“ gewesen, berichtete der 25-Jährige weiter. Das Unglück ereignete sich im Viertel Towhid, einer Hochhaus-Siedlung für Angehörige der Streitkräfte.

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