Flugzeugunglück in Madrid
BKA hilft bei Identifizierung der Absturzopfer

Experten des Bundeskriminalamts sollen die spanischen Rettungskräfte bei der Identifizierung der Toten des Flugzeugunglücks von Madrid unterstützen. Ob Deutsche unter den Opfern sind, ist nach wie vor unklar. Derweil haben Experten mit der Suche nach der Unglücksursache begonnen. Schon kurz vor dem Unglück hatte es Probleme mit der Maschine gegeben.

MADRID. Nach dem Flugzeugunglück auf dem Madrider Flughafen haben Experten begonnen, die Ursache der schlimmsten spanischen Luftfahrt-Katastrophe seit 25 Jahren zu ermitteln. Die Flugschreiber des verunglückten Flugzeugs der spanischen Fluggesellschaft Spanair wurden wenige Stunden nach dem Unglück sichergestellt und einem Ermittlungsrichter übergeben. Der Richter verhängte für die Untersuchungen eine Nachrichtensperre.

Derweil hat Spanien ein Angebot der Bundesregierung auf Unterstützung durch das Bundeskriminalamt (BKA) angenommen. Spezialisten des BKA sollen bei der Identifizierung der Opfer helfen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wird sich die Identifizierung über mehrere Tage hinziehen. Viele Leichen sind so verkohlt, dass nur mit Hilfe von DNA-Analysen die Identität der Toten zu klären sein wird.

Bei dem Unglück am Mittwoch waren153 Menschen ums Leben gekommen, 19 Insassen der Maschine überlebten mit schweren Verletzungen. Ob deutsche Staatsbürger unter den Opfern sind, war am Donnerstagmorgen immer noch unklar. Eingecheckt für den Unglücksflug waren sieben Personen mit einem Lufthansa-Ticket, vier von ihnen aus Deutschland. Spanair ist innerhalb der Star Alliance ein Kooperationspartner der Lufthansa.

Die Botschaft in Madrid stehe weiterhin in engem Kontakt mit den spanischen Behörden und der Fluggesellschaft Spanair, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Donnerstag. „Wir bemühen uns weiter um Aufklärung, ob deutsche Staatsangehörige betroffen sind.“

Die Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 war am Mittwoch beim zweiten Startversuch gegen 14.45 Uhr über die Landebahn hinausgerast. Nach Medienberichten hob das Flugzeug beim Start kaum vom Boden ab und zerschellte hinter der Startbahn auf einer Wiese. Helfer der Rettungsdienste berichteten, das Flugzeug sei in mehrere Teile zerbrochen. „Es ist ein Wunder, dass überhaupt jemand überlebte“, sagte ein Augenzeuge. Ein Helfer berichtete: „Das Wrack war total verkohlt und voller Leichen. Da sah nichts mehr wie ein Flugzeug aus.“

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