Fluszeugabsturz
Wal-Mart-Erbe ist tödlich verunglückt

John Walton, der zweite Sohn des Wal-Mart Gründers Sam Walton, ist am Montag mit einem Flugzeug abgestürzt. Er war sofort tot.

HB BENTONVILLE. Kurz nach dem Start mit einem einsitzigen Ultraleichtflugzeug sei Walton in Jackson Hole, US-Bundesstaat Wyoming, abgestürzt, teilte sein Unternehmen mit. Die Unglücksursache ist immer noch unklar, allerdings handelte es sich bei dem Unglücksflugzeug nach Behördenangaben um ein Versuchsmodell.

Walton, der alleine an Bord war, galt als erfahrener Pilot. "Es sei traurig, dass er beim Fliegen ums Leben gekommen sei, sagte Joan Anzelmo, eine Sprecherin des Nationalparks. Das habe er so geliebt. In den 70er Jahren hatte Walton sogar als Flugzeugpilot in der Landwirtschaft gearbeitet, bevor er in den 80ern Boote baute. Seit 1992 gehörte Walton dem Verwaltungsrat von Wal Mart an. Zuletzt bündelte er seine zahlreichen Geschäftsaktivitäten in einer Holding.

Walton hielt gemeinsam mit seiner Familie, der Mutter und den drei Geschwistern 40 Prozent an der weltgrößten Einzelhandelskette Wal-Mart. Der 58-Jährige war Chef von mehr als 5000 Supermärkten weltweit und war einer der reichsten Männer der USA. Das Magazin „Forbes“ gab sein Vermögen 2004 mit mehr als 18 Milliarden Dollar an. Damit lag Walton im weltweiten Vergleich auf Rang elf. In den USA bekleidete er zusammen mit vier weiteren Familienmitgliedern den vierten Platz der Liste.

John Walton machte sich aber auch als Wohltäter einen Namen. Er leitete eine von der Familie gegründete Stiftung, die sich vor allem für die Ausbildung von Schülern und Studenten aus ärmeren Verhältnissen einsetzte. Nach Medienberichten spendete die Stiftung dafür zwischen 1998 und 2004 rund 700 Millionen Dollar. Walton hinterlässt Frau und Sohn.

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